
Ein Wettbewerb mit Mehrfachnutzen verhalf fünf Familien aus dem Bremer Stadtteil Neue Vahr zu neuem Energie-Bewusstsein und einem dicken Plus in der Haushaltskasse.
Viele Haushalte spüren die laufend steigenden Nebenkosten deutlich und fragen sich wo es wohl Sparpotenzial gibt. Strom verursacht in Mieterhaushalten bereits rund 30 Prozent der Energiekosten - bei elektrischer Warmwasserversorgung sogar noch einiges mehr. Doch nur wenigen Menschen ist bekannt, was die Teilnehmer des Stromsparwettbewerbs erfahren haben: in jedem Haushalt steckt ein Sparpotenzial von durchschnittlich 20 Prozent – und das ohne Komfortverlust.
Das Projekt der Bremer Umwelt Beratung in Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewoba und dem Sozialzentrum Vahr-Schwachhausen startete im Frühjahr 2010. Sozusagen als Startkapital erhielten fünf ausgewählte Haushalte eine Stromverbrauchsanalyse, eine ausführliche Beratung in der eigenen Wohnung und zahlreiche nützliche Spartipps und Tricks von unserer Umweltberaterin. Die Gewoba stellte zudem jedem Haushalt ein energiesparendes Haushaltsgerät und sparsame Leuchtmittel zur Verfügung.
Alle fünf Familien waren hoch motiviert dabei und es hat sich für alle mehrfach gelohnt! Im Laufe des Wettbewerbszeitraums von einem halben Jahr haben alle Teilnehmer in jedem Monat durchschnittlich 100 Kilowattstunden Strom eingespart. Dieser Erfolg ist unabhängig von der Haushaltsgröße und vom vorherigen Stromverbrauch. Auch Familien, die schon vorher sorgsam mit der teuren Energie umgegangen sind, konnten ihren Stromverbrauch noch reduzieren. Die neuen Geräte helfen sparen, aber den größten Nutzen hatte die persönliche Beratung und die Bereitschaft das eigene Verhalten zu ändern. Zwischen 60 und 80 Prozent des Einsparerfolgs werden allein dadurch erreicht.

Um rund 20 Euro jeden Monat wird die Stromrechnung entlastet. Am Ende eines Jahres kommen bis zu 240 Euro Einsparung zusammen.
Gleichzeitig entsteht automatisch ein hoher Umweltnutzen: mit jeder Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird, bleiben der Umwelt rund 600 g klimaschädliches CO2 erspart. Was sich wenig anhört, summiert sich kräftig auf. Allein die fünf teilnehmenden Haushalte haben in sechs Monaten 2950 Kilowattstunden eingespart und der Umwelt damit fast 1,8 Tonnen CO2 erspart. So wird aus einzelnen kleinen Maßnahmen ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
Strom sparen ist ein voller Erfolg für die Haushalte und die Umwelt.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 16.02.2012