
Unterm Weihnachtsbaum lagen wieder viele schicke, neue Handys mit Kamera, MP3-Spieler oder sogar Internetzugang. Die meisten Handys werden ausgetauscht, obwohl sie noch problemlos funktionieren. Der abgelaufene Mobilfunkvertrag, neue Funktionen oder ein noch angesagteres Design reichen schon, das "alte" Handy in den Ruhestand zu schicken.
Ohne Vertrag kann das Althandy zum Prepaid-Handy werden. Die diversen "Ersatzhandys" in der Schublade nutzt eigentlich niemand mehr. Da können sie auch an wenig telefonierende Bekannte weiter gegeben werden. Die zweite Möglichkeit ist Recycling. Bei Mobilfunkanbietern und Händlern liegen spezielle Recycling-Umschläge dafür bereit. Auch per Internet oder Telefon lassen sich Umschläge bestellen. In diese werden die alten Handys mit oder ohne Akku und Ladekabel gelegt. Die SIM-Karten müssen vorher entfernt werden - sie enthalten persönliche Daten! Portokosten entstehen nicht. Viele Anbieter spenden für jedes Handy einige Euro an Umweltorganisationen oder für soziale Einrichtungen. Funktionstüchtige Handys werden teilweise aussortiert und weiter verwendet.
Mobiltelefone sind im Durchschnitt nur 18 bis 24 Monate im Einsatz. Damit werden europaweit jährlich weit über 100 Millionen Handys nutzlos. Rund 20.000 Tonnen Elektroschrott entstehen so. Die meisten dieser Altgeräte liegen in den Schubladen der Verbraucher und könnten irgendwann im Müll landen, was seit der Elektronikschrottverordnung nicht mehr erlaubt ist. Sie müssen bei Recyclinghöfen oder im Handel abgegeben werden. Mobiltelefone und die darin eingesetzten Batterien enthalten giftige Substanzen, wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Quecksilber, Nickel und Zink. Diese Substanzen können durch Abfallverbrennung in die Atmosphäre oder durch Deponierung in das Grundwasser gelangen und damit zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 08.01.2009