Unterm Weihnachtsbaum lagen wie jedes Jahr wieder viele schicke neue Mobiltelefone und Smartphones. Die meisten Handys werden schon nach 18 bis 24 Monaten ausgetauscht, obwohl sie noch problemlos funktionieren. Rund 72 Millionen Handys sollen ungenutzt in den Schubladen der Deutschen liegen. Eine unglaubliche Anzahl. Am besten ist es, wenn diese Geräte noch einmal verwendet werden können. Die zweitbeste Lösung ist ein hochwertiges Recycling.
Ohne Vertrag kann das funktionstüchtige Althandy zum Prepaid-Handy werden. Es kann an wenig telefonierende Familienmitglieder oder Bekannte weiter gegeben werden. Höherwertige Handys lassen sich sogar oft noch verkaufen.
Bei Mobilfunkanbietern und Händlern liegen spezielle Recycling-Umschläge bereit. Auch per Internet oder Telefon lassen sich Umschläge bestellen. In diese werden die alten Handys mit oder ohne Akku und Ladekabel gelegt. Die SIM-Karten müssen vorher entfernt werden - sie enthalten persönliche Daten! Portokosten entstehen nicht. Viele Anbieter spenden für jedes Handy einige Euro an Umweltorganisationen oder für soziale Einrichtungen. Das Handy muss dabei nicht beim eigenen Vertragspartner abgegeben werden. Viele Umweltorganisationen nehmen die Altgeräte auch direkt an.
Auf keinen Fall dürfen die alten Telefone jedoch in den Hausmüll wandern. Sie müssen als Elektronikschrott recycelt werden. Und das lohnt sich. Insbesondere die Leiterplatte des Handys enthält wertvolle Edelmetalle. Ein Mobiltelefon besteht zu rund 25 Prozent aus Metallen. Es enthält beispielsweise 250 mg Silber, 24 mg Gold, 9 mg Palladium, 9 Gramm Kupfer und 4 Gramm Kobalt - alles wertvolle und zum Teil seltene Metalle. Aber auch die Akkus, die gefährliche Stoffe enthalten, werden entfernt und fachgerecht entsorgt.
Bei allen Mobilfunkanbietern und vielen Umweltorganisationen.
RecyclinghöfeExterner Link, wird in neuem Fenster geöffnet Bremen
nach oben Zuletzt aktualisiert am 20.12.2011