Viele Verbraucherinnen und Verbraucher nehmen den Unterschied zwischen Mehrweg- und Einwegflaschen gar nicht mehr wahr. Für die meisten Flaschen wird Pfand bezahlt und das Leergut wird zurück gegeben. Wer jedoch Einweg-Mineralwasser in PET-Plastikflaschen beim Discounter kauft, belastet unser Klima mit fast doppelt so hohen CO2-Emissionen wie jemand, der sich für ein regionales Markenwasser in Glas-Mehrwegflaschen entscheidet. Ähnlich negativ sieht die Bilanz bei Dosenbier oder Fruchtsäften in Einweg-PET-Flaschen aus.
Erst wird die Einwegverpackungen mit einem enormen Energieaufwand produziert, dann zentral abgefüllt und über weite Strecken dezentral vertrieben. Geleerte Plastikflaschen werden zwar im Einweg-Pfandsystem wieder eingesammelt, landen aber schließlich nicht selten zur Weiterverarbeitung in asiatischen Billiglohnländern. Einwegflaschen und Dosen tragen damit zum Treibhauseffekt bei.
Im Gegensatz dazu können Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal wieder befüllt werden. Anschließend werden sie erneut eingeschmolzen und zu Glasverpackungen verarbeitet. Bei Bier liegen die durchschnittlichen Transportentfernungen bei unter 100 Kilometern, bei Wasser in Mehrwegflaschen sind sie noch geringer.
In Deutschland gibt es 1.284 Brauereien, 225 Mineralbrunnen und rund 400 Fruchtsafthersteller, die ihre Produkte zumeist regional in umweltfreundlichen Mehrweggebinden vertreiben. In Getränke- oder Supermärkten ist es daher problemlos möglich, Mineralwasser, Bier oder Säfte in den gekennzeichneten Mehrwegflaschen zu kaufen. Wem Glasflaschen zu schwer sind, kann als zweitbeste Alternative auf Mehrweg-PET-Flaschen zurück greifen. Sie können immerhin rund zwanzig mal wieder befüllt werden und sparen dank ihres geringen Gewichts Transportkosten.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 02.01.2012