
Seit 1989 nehmen die Autoexperten des Verkehrsclub Deutschland VCD regelmäßig die aktuellen Modelle der Autoindustrie unter die Lupe und fragen: Wer baut das umweltverträglichste Auto? Um den Sprung in die Top-Ten der VCD Auto-Umweltliste zu schaffen, sind Bestwerte in den drei Kategorien Verbrauch, Lärm und Menge und Art der ausgestoßenen Schadstoffe erforderlich.
Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) im Verkehr hängt unmittelbar mit dem Spritverbrauch zusammen. Aus einem Liter Diesel entstehen bei der Verbrennung 2,65 Kilogramm CO2, bei Benzin sind es 2,37 Kilogramm. Um die Erderwärmung zu bremsen, muss der CO2-Ausstoß reduziert werden. Daher geht der Verbrauch eines PKW mit 40 Prozent in die Bewertung ein.
Weitere 40 Prozent an der Gesamtnote machen die Auspuffgase aus. Neben gesundheitsschädlichen Substanzen wie Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen befinden sich darunter krebserregende Stoffe wie Benzol - hauptsächlich aus Benzinmotoren - und Rußpartikel, die fast ausschließlich aus Dieselmotoren stammen. Der Straßenverkehr bleibt Hauptverursacher luftschadstoffbedingter Krebserkrankungen - ausgelöst etwa durch Feinstpartikel, die ein Diesel ohne Partikelfilter aus dem Auspuff bläst.
Mittlerweile sind vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine Modelle mit Partikelfilter zu haben. Diesel-PKW, die nicht mindestens als Zubehör mit einem Filter angeboten werden, hat der VCD nicht bewertet.
Mit 20 Prozent geht als letztes der Fahrlärm in die Bewertung ein. Verkehrslärm beeinträchtigt wesentlich die Lebensqualität vieler Menschen und gefährdet die Gesundheit, weil er das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis zum Herztod erhöht.
Unter den besten zehn Fahrzeugen befindet sich übrigens mit dem VW Polo Blue Motion nur ein einziges heimisches Produkt bei 3,9 Litern Verbrauch auf Rang sieben.
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 01.06.2007