
Deutschlands Autofahrer schicken jährlich rund 240 Millionen mal ihre Fahrzeuge in Waschanlagen. Ein lohnendes Geschäft für die Betreiber. Positiv daran ist, dass kaum noch ein Autobesitzer auf die Idee kommt, seinen Wagen am Straßenrand zu putzen. Vielerorts ist die Wäsche an der Straße oder auf dem eigenen Grundstück längst verboten. Der ölhaltige Schmutz belastet die Kläranlagen und das Grundwasser. Professionelle Waschanlagen sind mit vorreinigenden Abscheidern oder mit Wasserrecyclinganlagen ausgerüstet.
Handwäsche mit dem Wasserschlauch verbraucht bis zu 500 Liter Trinkwasser. Das ist deutlich mehr, als herkömmliche Waschanlagen schlucken. Ohne Wasserrecycling benötigen diese Anlagen rund 150 Liter pro Wagenwäsche. Am umweltschonendsten sind Waschanlagen mit geschlossenem Wasserkreislauf. Um eine ausreichende Wasserqualität zu erreichen, ist meist eine geringe Frischwasserzufuhr nötig. Effiziente Anlagen schaffen es, mindesten 85% des Waschwassers wieder zu verwenden. Um mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet werden zu können, dürfen nur 10-50 Liter Trinkwasser pro Wagenwäsche verbraucht werden. Auch ohne Engel erreicht so manche Anlage diese guten Werte. Einfach bei der nächsten Wäsche mal nachfragen.
Das Auto sollte so selten wie möglich und so oft wie nötig gewaschen werden. Lösemittelfreie Hartwachse auf Wasserbasis versiegeln den Lack zuverlässig. Wer sein Fahrzeug viermal im Jahr in die Waschanlage bringt und anschließend wachst, erhält den Wert des Wagens. Auch kleine Lackkratzer werden durch seltenes Waschen verringert. Ätzende oder harzende Dreckteilchen sollten aber möglichst bald mit warmem Wasser und einem Schwamm entfernt werden. Auch ist im Winter Unterbodenwäsche sinnvoll, um Salzreste zu entfernen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 07.06.2007