Für Lastkraftwagen und Taxen waren Dieselmotoren schon immer die erste Wahl. Seit vielen Jahren gibt es den Dieselantrieb für alle Fahrzeugtypen vom Kleinwagen bis zur Limousine und die Verkaufszahlen sind stark gestiegen. Durch die Verschärfung der Abgasgrenzwerte ist der Schadstoffausstoß auch bei Diesel-PKW im Vergleich zu früheren Jahren stark zurückgegangen. Ein besonderes Problem sind die Dieselruß-Partikel, die eine erhebliche Gesundheitsgefährdung darstellen. Mit Partikelfiltersystemen und Katalysatoren zur Stickstoffreduzierung können Dieselmotoren beim Schadstoffausstoß mit den Benzinern gleichziehen.
Ein breites Bündnis von Organisationen von der Deutschen Umwelthilfe bis zum Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert in seiner Initiative Kein Diesel ohne Filter eine Filter-Pflicht oder eine vergleichbare Technik für alle deutschen Diesel-Fahrzeuge. Auch das Bundesumweltministerium erwartet von der deutschen Automobilindustrie, dem Beispiel anderer europäischer Hersteller zu folgen. Diese bieten mittlerweile schon die ersten Kompaktmodelle mit hochwirksamen Filtersystemen an.
Der Diesel-Rußfilter besteht aus einer porösen Keramik. Um zu verhindern, dass die Partikel den Filter blockieren, wird der Ruß durchschnittlich alle 700 Kilometer verbrannt. Normalerweise wäre dazu die Temperatur im Rußpartikelfilter zu niedrig. Bei jedem Tankvorgang wird daher automatisch ein Additiv zugesetzt, das die Verbrennung der Rußpartikel erleichtert. Dieses Additiv reicht für rund 80.000 Kilometer. Im Rahmen der dann fälligen Wartung tauscht die Werkstatt den Filter aus. Die eingesammelten Filter werden zentral gereinigt und können dann wiederverwendet werden. Dauertests des ADAC haben ergeben, dass der Diesel-Filter weder leistungsmindernd noch verbrauchssteigernd wirkt.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 26.03.2007