
Beim Blick auf die Preistafeln an den Tankstellen wünscht sich wohl jeder ein Sprit sparendes Auto. Niedriger Kraftstoffverbrauch von Pkw entlastet den Geldbeutel und trägt zum Klimaschutz bei. Trotzdem hat Deutschland bis heute kein Energielabel, das den Verbrauchern beim Kauf eines neuen Autos Entscheidungshilfe geben könnte.
Schon seit Dezember 1999 fordert eine EU-Richtlinie solche Entscheidungshilfen für alle EU-Staaten. Erst nachdem im September 2003 der EU-Gerichtshof die Umsetzung der Richtlinie anmahnte, gilt ab dem 1. November 2004 in Deutschland eine Informationspflicht der Händler für alle Neuwagen. Doch es muss auf dem Energielabel in Deutschland nur der Kraftstoffverbrauch auf 100 km und der CO2-Ausstoß pro km angegeben werden. Mit einer Angabe wie 208 Gramm CO2-Ausstoß pro km kann jedoch kaum jemand etwas anfangen. Nur mit Hilfe von Verbrauchslisten bei den Händlern lässt sich so ein Wert einordnen. Sehr gute Erfahrungen wurden dagegen mit den vergleichenden Labeln bei Haushaltsgeräten gemacht. Mit einem Blick sieht der Kunde, zu welcher Gruppe das ihn interessierende Gerät gehört. Ist es grün, also in Gruppe A, verbraucht es wenig Energie und ist damit besonders umweltfreundlich.
Andere europäische Länder wie zum Beispiel die Niederlande und Dänemark haben für Pkw schon seit Jahren eine ähnliche Kennzeichnung wie bei Haushaltsgeräten eingeführt. Der Erfolg: Sprit sparende Autos werden deutlich mehr verkauft. Nach EU-Berechnungen ließe sich allein dadurch der Energieverbrauch der Autos in den nächsten Jahren um fünf Prozent senken. Bis es auch in Deutschland ein sinnvolles Label gibt, können sich interessierte Verbraucher auf den deutschsprachigen Internetseiten des Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetSchweizer Bundesrates über die Einstufung ihres Autos informieren.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 01.06.2007