Noch vor wenigen Jahren galten Klimaanlagen in PKW als Luxus. Inzwischen sind rund ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Autos mit einer Klimaanlage ausgestattet. Bei Erstzulassungen deutscher Marken beträgt die Ausrüstungsquote sogar rund 87 Prozent.
Im Schnitt verbraucht ein Auto bei eingeschalteter Klimaanlage rund einen Liter Kraftstoff mehr auf 100 Kilometer. Im sommerlichen Stadtverkehr kann der Mehrverbrauch sogar auf ein Vielfaches steigen. Hinzu kommt, dass Klimaanlagen auch bei fachkundiger Wartung stets etwas Kühlmittel verlieren. Neben den CO2-Emissionen aus dem Kraftstoff heizen die fluorierten Gase aus dem Kühlmittel die Atmosphäre zusätzlich auf. Die gute Absicht, die CO2-Emissionen der Neuwagen gegenüber 1995 um ein Drittel zu verringern, wird durch die Autoklimaanlagen fast zur Hälfte wieder aufgezehrt. Als Alternative zum Kältemittel Tetrafluorethan (R 134a) entwickeln verschiedene Hersteller Klimaanlagen mit CO2 als Kältemittel. Nach der Markteinführung kann dann zumindest der Anteil der Emissionen vermieden werden, der durch das Kältemittel bedingt ist.
Neben höherem Komfort sorgen Klimaanlagen aber auch für größere Sicherheit. Mit zunehmender Hitze erhöht sich die Reaktionszeit. In heißen Autos steigt auch die Aggressivität des Fahrers. Verkehrsmediziner begrüßen daher die zunehmende Verbreitung klimatisierter Autos. Wie hoch der Mehrverbrauch an Kraftstoff durch eine Klimaanlage ist, hängt nicht zuletzt von der Bedienung des Systems ab. Bei aufgeheiztem Auto sollten vor Fahrtbeginn alle Türen geöffnet werden. Danach zunächst auf Umluft stellen und das Gebläse auf höchster Stufe laufen lassen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, die Klimaanlage immer ausstellen und Frischluft reinlassen. Der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen sollte möglichst gering bleiben, sonst droht Erkältungsgefahr.
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 01.06.2007