Viele Autofahrer halten eine regelmäßige Motorwäsche für unverzichtbar, sie ist aber meist unnötig. Nur bei starker Verschmutzung, wenn beispielsweise im Winter Salzreste durch das Lüftungsgitter gespritzt sind, Marder Kotspuren hinterlassen oder der Motor stark verölt ist, macht das Reinigen Sinn. Da die Motorräume moderner Fahrzeuge nach unten meist nicht mehr offen sind, kommen solche Verschmutzungen jedoch kaum noch vor.
Es schadet dem Motor keineswegs, wenn er äußerlich verschmutzt statt blitz blank seinen Dienst versieht. Wer mit dem Hochdruckreiniger ans Werk geht, sollte vorsichtig sein. Elektronik und Lichtmaschine dürfen dem harten Strahl nicht ausgesetzt werden. Waschzusätze für Hochdruckreiniger zum Entfernen von Öl, Fett und Mineralverschmutzungen sind bei der privaten Autowäsche und auch bei der Reinigung von Terrassen nicht zulässig. Nach der Wäsche sollte der Motor mit einem Schutzwachs versehen werden. Solche Reinigungsaktionen dürfen nur auf dafür vorgesehenen Waschplätzen vorgenommen werden, die mit einer Auffangeinrichtung für Schmutzwasser und Ölabscheider ausgestattet sind.
Laut einer Infratest-Umfrage (2006) wird jeder Privatwagen siebenmal im Jahr gewaschen. Fast jeder Fünfte bringt sein Auto gar alle zwei Wochen in die Waschanlage. An der Straße dürfen Fahrzeug nur mit klarem Wasser abgewaschen werden. Es dürfen keine Waschzusätze eingesetzt, keine Unterbodenwäsche durchgeführt und das Fahrzeug darf nicht mit einem Schlauch abgespritzt werden. So schreibt es die Straßenordnung der Stadt Bremen vor. Auf privaten Flächen gilt die Straßenordnung zwar nicht, aber hier ist die Fahrzeugpflege in gleicher Weise eingeschränkt. Eine Einleitung des Abwassers in die Kanalisation ist nicht gestattet und das Versickern im Erdreich ist zum Schutz des Grundwassers ebenso verboten.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 26.03.2007