Am 28. April 2004 fand zum 7. Mal der bundesweite "Tag gegen den Lärm" statt. Lärm ist ein gravierendes Umweltproblem. Andauernde aber auch kurzzeitige Lärmexposition kann eine Vielzahl an negativen Effekten auf den Menschen haben. Sie reichen von dem Gefühl, belästigt zu werden bis zu einer akuten oder chronischen Schädigung der Gesundheit.
Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) untermauert einen Zusammenhang zwischen Straßenverkehrslärm und Herzinfarkt. Bei Untersuchungspersonen, die an stark befahrenen Hauptstraßen wohnten, zeigte sich ein leichter Anstieg des Herzinfarktrisikos gegenüber denjenigen, die in vergleichsweise ruhigen Nebenstraßen wohnten. Dies betraf nur die Männer. Warum Frauen nicht betroffen waren, bleibt unklar.
Gute Verkehrskonzepte können viel zur Lärmminderung beitragen. Dazu gehören unter anderem ein gut funktionierender Öffentlicher Nahverkehr, sichere Radwege, Tempo 30-Zonen oder auch lärmarme Straßendecken. Jeder Autofahrer kann weniger Lärm erzeugen, in dem zum Beispiel in Tempo 30-Zonen im dritten Gang gefahren wird. Die modernen Motoren machen das problemlos mit. Wer neue Reifen braucht, sollte sich beim Händler nach Leichtlaufreifen erkundigen. Ihr geringerer Rollwiderstand reduziert nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern führt im Allgemeinen auch zu niedrigeren Außengeräuschen. Lärmschutzfenster können an stark befahrenen Straßen helfen, die Lärmbelastung in Innenräumen zu mindern und so vor allem für eine ungestörte Nachtruhe zu sorgen.
Die Bremer Umwelt Beratung bietet in Kooperation mit dem VCD (Verkehrsclub Deutschland) für Betroffene und Interessierte im Verleih einen Lärmmesskoffer an (Leihgebühr 10 Euro pro Woche). Der Koffer enthält ein sehr einfach zu bedienendes Schallpegelmessgerät und Materialien zum Thema Lärm.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 26.03.2007