Auf den ersten Blick sieht ein Winterreifen aus wie jeder andere. Von der Sommerversion unterscheiden sich Winterreifen jedoch durch Profilform und Gummimischung. Die Laufflächen sollen auf winterlichen Straßen Halt finden und auch bei niedrigen Temperaturen weich genug sein, um sich dem Untergrund optimal anzupassen.
Die wichtigsten Eigenschaften eines guten Winterreifens sind sein Fahr- und Bremsverhalten bei nassen, schneebedeckten oder kühltrockenen Straßenverhältnissen. Neben dem Sicherheitsaspekt hat die Stiftung Warentest aktuell auch die Umwelteigenschaften vieler Winterreifen untersucht. Markenprodukte haben in beiden Kategorien die Nase vorn. Die Reifen mit den besten Umweltmerkmalen sind langfristig die günstigere Alternative.
Je weniger Abrollgeräusche ein Reifen verursacht, umso positiver für die Menschen in der Umgebung. Die Spanne der Außengeräusche bei 80 Kilometer pro Stunde auf genormtem Asphalt reicht von 70,1 bis 74,8 Dezibel. Eine Erhöhung um drei Dezibel(A) entspricht dabei einer Verdoppelung der Lautstärke. Mit einem geringeren Rollwiderstand auf der Straße vermindert sich zudem der Spritverbrauch, entscheidender bleibt da aber die eigene Fahrweise.
Verschleißärmere Reifen sind haltbarer. Sie belasten Böden, Luft und Gewässer zudem weniger mit umweltschädlichem Reifenabrieb mit Gehalten an krebserzeugenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).
Neue Billig-Hersteller, meist aus China, drängen auf den deutschen Markt. Doch eklatante Schwächen führten bei Interstate, Westlake und Star Performance zur Testnote "mangelhaft". Für Autonutzer mit geringer jährlicher Laufleistung sind gute Ganzjahresreifen ein wirtschaftlicher Kompromiss. Besonders der Goodyear Vector 4Seasons bietet ausgewogene, befriedigende Fahreigenschaften.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 10/2010
nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011