Für die Männer vom Bau sind Arbeitshandschuhe eine Selbstverständlichkeit. Aber auch Heimwerker sollten sich mit guten Handschuhen vor Verletzungen schützen. So wird nicht nur Schnittwunden vorgebeugt, auch Hautverätzungen zum Beispiel beim Umgang mit Kalk oder anderen Chemikalien können vermieden werden.
Arbeitshandschuhe bestehen vorwiegend aus Leder, Textil oder aus Nitril, einem Kunststoff. Schutzhandschuhe können eine Menge riskanter Stoffe enthalten, wie auch Untersuchungen von Öko-Test immer wieder zeigen. Hervorzuheben ist dabei Chromat, auch Chrom VI genannt. Es ist oft im Leder enthalten. Leder wird hauptsächlich mit Chrom-(III)-Sulfat gegerbt, dabei kann das noch gefährlichere Chrom VI auftreten. Dieses steht im Verdacht, Krebs auszulösen und schwere Allergien mit Geschwüren und tiefen Rissen in den Fingern zu verursachen. Auch die Konservierung des Leders oder Flammschutzmittel und Weichmacher tragen zum schlechten Testergebnis bei zahlreichen Handschuhen bei.
Als Alternative zu Leder gibt es Nitrilhandschuhe. Nitril ist ein Kunststoff, der ähnliche Eigenschaften wie Naturlatex besitzt. Nitrilhandschuhe sind für Zement besonders geeignet, da die Beschichtung keine Feuchtigkeit durchlässt. Nachteil ist ein schlechterer Kälteschutz und verstärkte Schweißbildung.
Wer auf gefärbte Leder und Textilien verzichtet und ungefärbte Handschuhe kauft, kann zumindest einige Risiken ausschließen. Einen Schutz vor Schadstoffen, die sich beim Schwitzen aus dem Leder lösen, bieten Handschuhe mit Innenfutter. Sie sind allerdings weniger verbreitet als Produkte ohne Futter. Kategorie-II-Modelle eignen sich für praktisch alle Einsatzbereiche des Heimwerkers und sollten eine detaillierte Leistungsbeschreibung tragen. Ein Piktogramm mit Zahlencode (je höher, desto leistungsfähiger) hilft häufig bei der Auswahl.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 02/2006
nach oben Zuletzt aktualisiert am 13.06.2007