
Fast die Hälfte der Zeit verbringen wir in der Wohnung. Damit wir uns dort wohl fühlen, sorgen wir für eine angenehme Atmosphäre. Doch wird die Behaglichkeit nicht selten gestört durch unangenehme Gerüche und Schadstoffe in der Raumluft. Renovierungen und Neuanschaffungen sind oft der Auslöser für derartige Beeinträchtigungen der Wohnqualität.
Das Problem: Die Luft in Innenräumen ist häufig stärker belastet als die Außenluft. Bedeutende Schadstoffquellen in der Wohnung sind Zigarettenrauch, offene Kamine und alte Gasherde, aber auch Baustoffe, Farben, Lacke und Einrichtungsgegenstände. Die häufigsten Schadstoffe in der Raumluft sind Formaldehyd, flüchtige organische Verbindungen und Weichmacher. Sie können Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen und andere Befindlichkeitsstörungen auslösen. Teilweise lösen sie auch bei geringer Konzentration allergische Reaktionen aus. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Manche leiden bereits unter geringsten Konzentrationen, andere ertragen problemlos auch höhere. Exakte Aussagen über die erforderliche Raumluftqualität sind daher schwer zu treffen. Die Belastung im Haus sollte jedoch immer so gering wie möglich gehalten werden.
Der Umwelttipp: Als Kunden können Verbraucher selbst entscheiden, ob mit der neuen Einrichtung auch Schadstoffe ins Haus einziehen. Als Heimwerker beeinflussen sie selbst die Menge an freigesetzten Schadstoffen. Der Blaue Engel kennzeichnet emissionsarme umwelt- und gesundheitsverträgliche Produkte Er findet sich auf vielem, was unverzichtbar ist für den Innenausbau und die Einrichtung der Wohnung - von der Wandfarbe bis zum Wohnzimmerschrank.
Für ein gesundes Raumklima ist aber auch regelmäßiges und ausreichendes Lüften erforderlich. Dazu sollten die Fenster drei- bis fünfmal täglich für etwa zehn Minuten weit geöffnet werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 16.05.2007