Ein Haus zu bauen, liegt offenbar in der Natur des Menschen. Doch Millionen Häuser zu bauen, kann der Natur schweren Schaden zufügen. Denn die damit verbundenen Wirkungen auf die Umwelt sind nicht zu unterschätzen. Neben der Bodenversiegelung, Straßen, Leitungen und Kläranlagen kommt dazu der Material- und Energieaufwand für den Bau selbst sowie eine Reihe von Schadstoffen, die in die Umwelt freigesetzt werden und zum Teil nach dem Einzug die Gesundheit der Bewohner gefährden können.
Das Problem:
Lange Zeit ist man in der Vergangenheit beim Bauen mit schadstoffbelasteten Materialien zu sorglos umgegangen. Durchweg schadstofffrei wird aber auch heute nicht gebaut, wenngleich die Risiken für die Gesundheit sich deutlich verringert haben. In der Diskussion sind beispielsweise Formaldehyd in Holzwerkstoffen, bromierte Flammschutzmittel in Dämmstoffen, Isocyanate in Spanplatten und Polyurethan-Schäumen oder Weichmacher und Organozinnverbindungen in PVC-Produkten. Wohngesundheit wird also auch heute nicht unbedingt frei Haus geliefert.
Der Umwelttipp:
Umweltfreundliches Bauen beginnt bereits bei der Planung. Es bedeutet ressourcenschonend, gesund und energiesparend zu bauen. Wichtiger als die Bauweise ist eine fachgerechte Bauausführung, die Energieverluste minimiert, Bauschäden verhindert und hochwertige Produkte mit dem Umweltzeichen Blauer Engel nutzt.
Der Gedanke der Nachhaltigkeit kommt wie in kaum einem anderen Bereich auch ökonomisch zum Tragen. So sorgen die geringen Betriebskosten umweltgerecht gebauter Häuser sehr schnell dafür, dass sich Investitionen in effiziente Heizungen und Dämmstoffe bezahlt machen. Und auch langfristig bringt umweltfreundliches Bauen Gewinn: Wer heute nachhaltig baut, erspart künftigen Generationen vermeidbare Umweltbelastungen und legt den Grundstein dafür, dass das Haus seinen Wert behält.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 14.05.2007