PVC-Böden werden mit einem Marktanteil von 20 Prozent bei Bodenbelägen häufig in deutschen Wohnungen verlegt. Und das, obwohl der gesamte Produktzyklus von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung von PVC-Produkten von Schadstoffen begleitet ist.
Alle Jahre wieder untersucht die Zeitschrift Öko-Test PVC-Böden. Und jedes Mal kommt dasselbe katastrophale Ergebnis heraus. Alle jüngst getesteten 14 Produkte erhielten wegen massiver Schadstoffgehalte die Note ungenügend. Dabei spielt auch der Preis keine Rolle: teure Böden sind genauso belastet wie preiswerte. Das Grundproblem liegt im Material an sich. Um geschmeidig zu sein benötigt PVC zwischen zehn und 30 Prozent Weichmacheranteil. Weitere gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe sind zinnorganische Verbindungen und Schwermetalle.
Leichte Pflege und Strapazierfähigkeit sind meist die Argumente für den Kauf. Diese Eigenschaften finden sich jedoch auch bei umweltschonenderen elastischen Bodenbelägen wie Linoleum, Kork oder Böden aus Polyolefinen. Linoleum ist der einzige elastische Bodenbelag, der zu einem hohen Anteil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und baubiologisch unbedenklich ist. Es besteht aus Leinöl, Holzmehl, Kalkstein und Jute. Da Linoleum mittlerweile auch als Fliese und Diele angeboten wird, ist die Verlegung auch für Heimwerker möglich.
Korkböden sind für den gesamten Wohnbereich empfehlenswert. Auch hier gibt es Korkfliesen und Korkfertigparkett auf dem Markt.
Kunststoffböden auf Polyolefinbasis sind chlorfrei und besitzen vergleichbare Materialeigenschaften wie PVC. Bekannteste Polyolefine sind Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP). Polyolefin-Beläge können ohne Weichmacher und Schwermetalle auskommen.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖkotest Heft 01/2008
Wer seinen alten PVC-Belag entfernen und das Material der Verwertung zuführen will, kann sich an die Sammelstellen der Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetArbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling wenden.
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011