Im dichtbesiedelten und verkehrsreichen Deutschland ist Lärm fast allgegenwärtig. Er stellt für die Menschen die am stärksten empfundene Umweltbeeinträchtigung dar. Hohe Lärmwerte wirken sich negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus.
Messwerte für Schall werden in Dezibel – kurz dB - angegeben. In der sogenannten Umgebungslärmrichtlinie sind Richtwerte für außen von 70 dB (A) tagsüber und 60 dB(A) nachts enthalten, die nicht überschritten werden sollen. Neben dem Fluglärm leidet eine hohe Zahl von Menschen unter Straßenverkehrslärm. Innerhalb der Stadt kann die Lärmbelastung für die Bewohner oftmals nur durch passiven Schallschutz an den betroffenen Fassaden vermindert werden.
In Bremen gibt es einige vielbefahrene Straßen, an denen der Schallpegel die genannten Richtwerte überschreitet. Für passive Lärmschutzmaßnahmen an diesen besonders betroffenen Bremer Wohngebäuden gibt es seit Januar 2010 ein Förderprogramm. Der Einbau von Schallschutzfenstern und geeigneten Lüftungseinrichtungen in schutzwürdigen Räumen wie Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer wird mit hohen Zuschüssen gefördert. Für ein Holzfenster mit Schallschutzklasse 4 (Schalldämmung 40 bis 44 dB) werden zum Beispiel 75 Prozent der anfallenden Kosten, höchstens jedoch 380 Euro pro Quadratmeter Fensterfläche dazu bezahlt.
Aus den vorliegenden Lärmmesswerten ist ein Stadtplan entstanden, mit dessen Hilfe Hauseigentümer feststellen können, ob ihr Gebäude förderfähig ist. Auf der Internetseite des Umweltsenators (Bremer Umweltinformationssystem BUISY) ist der Plan zu finden. Nicht gefördert werden Gebäude, die im Lärmschutzbereich des Flughafens liegen oder eine Förderung für besseren Wärmeschutz für Fenster erhalten haben.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetFördermittel für Lärmschutzfenster, Bremer Umweltinformationssystem BUISY
nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011