Zurzeit werben die Baumärkte wieder verstärkt für ihre neuen Gartenmöbel-Kollektionen aus Holz. Beim Kauf sollte aber neben Design und Funktionalität auch die Produktionsweise eine Rolle spielen. Das fängt beim Rohstoff an. Wer das falsche Holz wählt fördert eine der großen Umweltkatastrophen der Erde. Weltweit sind bereits vier Fünftel der Urwälder zerstört und die Reste fallen in rasantem Tempo den Kettensägen zum Opfer - in den Tropen, Kanada, Russland und Skandinavien.
Das Problem:
Auch der stetig wachsende Papierkonsum trägt zum Raubbau bei. Für den nötigen Zellstoff werden die letzten großen Urwälder in Russland, Schweden und Finnland abgeholzt. Denn nicht nur Mahagoni und Teak können aus Urwäldern stammen, sondern auch Fichten und Birken.
Der Umwelttipp:
Greenpeace hat einen Einkaufsführer "Holz und Papier 2003" erstellt. Er zeigt, welche Holzprodukte möglicherweise aus zerstörerischem Raubbau in Urwäldern und welche aus ökologischer Waldnutzung stammen. Die Holzarten werden eingeteilt in Kategorien von empfehlenswert bis katastrophal. Für unbedenklich gelten die einheimischen Hölzer Buche, Ahorn, Eiche, Esche und Birke. Kritisch seien dagegen Kiefer, Fichte und Lärche. Als katastrophal wertet Greenpeace den Kauf von Produkten aus den tropischen Hölzern Teak, Mahagoni, Ramin und Abachi. Auf Holz zu verzichten, ist aber nicht nötig: Für beinahe alle Zwecke gibt es umweltschonende und qualitativ gleichwertige Alternativen, die das von Greenpeace unterstützte FSC- oder Naturland-Zeichen tragen. Diese Siegel dürfen nur Forstbetriebe verwenden, die ihre Wälder ökologisch verträglich und sozial gerecht bewirtschaften. Um zu verhindern, dass nordische Urwälder weiterhin zu Papier und Pappe gepresst werden rät Greenpeace zum Kauf von Recyclingpapier mit kontrollierten Siegeln auf dem man erstklassige Druckergebnisse erzielt.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 16.05.2007