Wer schon bei der Konstruktion auf Holzschutz achtet, kann Schutzanstriche auf ein Minimum reduzieren. Besonders wichtig ist, dass Holz schnell wieder trocknen kann und keinen direkten Kontakt zum feuchten Boden hat. Biozide sind da meist überflüssig. Viele dieser giftigen Holzschutzmittel sind zudem weder auf Wirksamkeit noch auf ihr Gesundheitsrisiko überprüft.
Holzlasuren bieten eine Alternative, sie schützen physikalisch. Zum einen bieten die enthaltenen Farbpigment Schutz vor UV-Strahlen. Zum anderen dringen die in der Lasur enthaltenen Bindemittel - Öl, Acrylat oder Alkydharz - in die Poren der äußeren Holzschicht ein und härten dort aus. Es bildet sich ein dünner Film. Er verringert das Eindringen von Feuchtigkeit und lässt eingedrungenes Wasser schnell wieder verdunsten. Ist der Schutzfilm dehnfähig, kann er die Bewegungen des "arbeitenden" Holzes mitmachen, ohne zu reißen. Moderne Holzlasuren sind wasserverdünnbar und enthalten keine organischen Lösemittel. Dennoch lassen sie sich, wie die Testsieger bei Stiftung Warentest zeigen, leicht verarbeiten und bieten guten bis sehr guten Wetterschutz.
Bläueschutz kann bei ständig der Witterung ausgesetzten Nadelhölzern sinnvoll sein. Bläuepilze verfärben das Holz, zerstören es aber nicht. Allerdings machen sie das Holz saugfähiger und daher angreifbarer für Pilzbefall.
Die richtige Holzlasur im Handel zu finden, fällt schwer. Zwar ist der Begriff "Holzschutzmittel" nach EU-Norm den biozidhaltigen Mitteln vorbehalten, doch daran halten sich nicht alle Anbieter. Auch gibt es Bezeichnungen wie "Wetterschutz" oder "Holzveredelung". Oft fehlen die genauen Inhaltsangaben. Etwas Orientierung bietet der "Blaue Engel". Er wird nur für wasserbasierte Holzlasuren ohne Biozide vergeben und stellt gewisse Anforderungen an die Deklaration.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 05/2006
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007