Wenn im Sommer die Menschen eine Weile unter der Hitze gelitten haben, beginnt die Verkaufssaison für Klimageräte. Das Versprechen kühler Räume und entspannten Schlafes lässt so manchen Hitzegeplagten schwach werden. Hohe Temperaturen können empfindlichen Personen auch gesundheitliche Probleme bereiten. Doch Klimageräte sind teuer. Sie beseitigen zudem nicht die Ursache sondern bekämpfen Symptome.
Hohe Temperaturen in Innenräumen sind immer baulich bedingt. Südfassaden und –dächer mit großen Fenstern und ohne Beschattung, schlechte Gebäudedämmung oder falsch geplante Wintergärten – viele Ursachen sind möglich. Ihre Beseitigung ist teilweise teuer, oft aber hilft schon ein Außenrollladen. Auch Sonnenschutzfolie auf dem Fenster kann helfen, manche Hersteller versprechen aber zu viel.
Klimageräte funktionieren prinzipiell wie Kühlschränke, nur dass die Wärme ins Freie abgeführt werden muss, damit sich der Raum abkühlt. Bei zweiteiligen Splitgeräten sind die kühlenden Flächen im innen eingebauten Teil, während sich die wärmeableitenden Bauteile in einem draußen angebrachten Gerät befinden. Beide sind über flexible Leitungen verbunden. Kompakte Monogeräte vereinen kühlende und wärmeableitende Flächen in einem Gehäuse. Der Wärmetransport nach draußen erfolgt über eine Schlauchleitung. Durch die Bauweise ergibt sich eine deutlich schlechtere Kühlleistung.
Um große Luftmengen zu kühlen, benötigen alle Klimageräte leistungsstarke Kompressoren und Ventilatoren. Die Kühlleistung erfordert einen hohen Stromeinsatz. Die Kosten für 3000 Betriebsstunden reichen laut Stiftung Warentest bei zwölf getesteten Geräten von 400 bis 930 Euro. Pro Sommerperiode kann das Kühlgerät so viel Strom verbrauchen wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr.
Durchweg sind klimaschädliche Kältemittel im Einsatz und laute Ventilatorgeräusche stören zudem oft den erholsamen Schlaf oder bei Splitgeräten die Harmonie mit den Nachbarn.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 06/2008
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetSommerlicher Hitzeschutz
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetKein Selbsteinbau mehr!
nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011