Laminat ist robust und pflegeleicht. Es ist in vielen verschiedenen Dekoren erhältlich und oft sehr preisgünstig. Kein Wunder, dass die Paneele so beliebt sind. Über 80 Millionen Quadratmeter werden pro Jahr in Deutschland verlegt.
Laminatböden sind mehrschichtig aufgebaut. Die Basis bilden Holzwerkstoffe, zumeist hochverdichtete Faserplatten (HDF), die aus Rest- oder Schwachhölzern und Bindemitteln hergestellt werden. Die Deckschicht besteht aus einer oder mehreren Lagen imprägniertem Dekorpapier, bei einigen Herstellern auch aus Holzfurnier. Über dem Dekor sorgt eine Kunstharzschicht für die harte, unempfindliche Oberfläche. Ein Abschleifen, wie bei Parkett üblich, ist dabei ausgeschlossen.
Laminatböden werden in verschiedene Beanspruchungsklassen eingeteilt. Die Klassen 21 bis 23 gelten im privaten Bereich, die Klassen 31 bis 33 für Gewerbeflächen. Je höher die Zahl desto größer die Belastbarkeit für Stöße, Stuhlrollen und anderes. Für Flure und Wohnzimmer beispielsweise sind die Klassen 23 oder 31 geeignet.
Schadstoffe aus Bindemitteln und Kunstharzen gaben in der Vergangenheit oft Anlass zur Kritik. Unter allen kürzlich von Stiftung Warentest und Ökotest untersuchten Laminaten war erfreulicherweise nur noch eines mit Formaldehyd belastet. Negative Bewertungen gab es für teils sehr hohe Oberflächenspannungen. Während natürliche Materialien Spannungen meist ableiten, laden sich künstliche Oberflächen eher auf. Durch Reibung auf der Harzdeckschicht können Spannungen von mehreren Tausend Volt entstehen.
Heimwerker sollten auf eine gute Trittschalldämmung achten, da Laminat ein hartes und somit lautes Produkt ist. Saugen oder nebelfeucht wischen reicht zur Pflege aus. Stehendes Wasser und dauerhafte Feuchtigkeit sind wegen Materialquellung tabu. Für Bad und Keller ist Laminat deshalb nicht geeignet.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖkotest Heft 07/2009
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011