Im Herbst fangen wieder viele Erstsemestler ein Studium in einer fremden Stadt an. Der damit verbundene Umzug in die erste eigene Wohnung ist ein großer Schritt und will gut durchdacht sein. Besonders bei Renovierungen sollte man sich vor dem Kauf über die zu verwendenden Materialien informieren, damit die Wohnung auch mit wenig Geld nicht nur schön ist, sondern auch keine ungesunden Dämpfe enthält. Solche Ausdünstungen können zum Beispiel durch Strukturtapeten oder auch durch Dispersionsfarben entstehen.
Die meisten Strukturtapeten, die es zu kaufen gibt, sind Kunststofftapeten und bestehen aus Polyvinylchlorid (PVC), welches so genannte Weichmacher (Phthalate) enthält. Phthalate gasen mit der Zeit aus und können sich dann in Lebensmitteln oder im Körper anreichern. Sie stehen im Verdacht Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen, wie ein Hormon zu wirken und außerdem krebserregend zu sein. Obwohl viele Wandfarben mit "lösungsmittelfrei" gekennzeichnet sind, sind einige trotzdem nicht wirklich frei von diesen Mitteln. Der Grund dafür ist, dass nur leichtflüchtige Lösungsmittel aufgelistet werden müssen, obgleich gerade bei den schwerflüchtigen über Jahre hinweg kontinuierlich Gase austreten. Diese Stoffe können beim Menschen Übelkeit und Kopfschmerzen hervorrufen und sind nur sehr schwer abbaubar. Zusätzlich können Dispersionsfarben Formaldehyd-Abspalter und ebenfalls Phthalate enthalten.
Die Verbraucher können anstelle von Kunststoffstruktur- besser Raufaser- oder Prägetapeten verwenden. Bei Dispersionsfarben können sich Verbraucher auf das "Blaue Engel-Siegel" für besonders emissionsarme Farben verlassen. Zudem sollten die Räume während und nach dem Anstrich und der Tapezierung längere Zeit gut durchgelüftet werden, damit flüchtige Schadstoffe und unangenehme Düfte entweichen können.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 16.05.2007