
Sobald man sich für eine Wohnung entschieden hat, steht man oft vor der Aufgabe, in einigen Zimmern den Fußboden neu zu gestalten. Hier bieten sich dem Verbraucher die verschiedensten Materialien an und es fällt schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Denn schließlich möchte man in bestimmten Bereichen einen Fußbodenbelag, der nicht nur gut aussieht, sondern einfach zu verlegen und vor allem einfach zu reinigen ist. Deshalb wird häufig zu PVC - Böden gegriffen. Doch nur wenige Verbraucher wissen, dass Polyvinylchlorid (PVC) viele Zusatzstoffe enthält, die dem Menschen schaden können.
PVC braucht Additive (z.B.: Phthalate) um biegsam und geschmeidig zu werden. Diese Weichmacher sind jedoch nicht fest an das Polyvinylchlorid gebunden und gasen somit im Laufe der Jahre aus. Sie stehen im Verdacht Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen, wie ein Hormon zu wirken und krebserregend zu sein. Des weiteren enthalten PVC-Böden zinnorganische Verbindungen, die zur Stabilisierung des Belags eingesetzt werden. Es wird vermutet, dass diese Substanzen das Hormon- und Immunsystem beeinträchtigen und somit schädigen.
Verbraucher sollten auf PVC-Böden verzichten. Andere glatte Bodenbeläge wie Kork, Linoleum, Fliesen, Parkett und Polyolefine bieten hier eine geeignete Alternative.
Aufgepasst heißt es ebenfalls beim Fußbodenkleber, denn auch er sollte möglichst wenige Schadstoffe emittieren. Hierbei sollten Verbraucher nach Produkten mit dem neu eingeführten "Blauen Engel" suchen. Eine größere Auswahl bieten mit dem EMICODE gekennzeichnete Verlegestoffe. Möglichst die Produkte gewählt werden, die mit EC1 (sehr emissionsarm) ausgezeichnet sind.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 16.05.2007