Weiße Wandfarbe gehört zu den Klassikern. Fast jeder hat in der Wohnung ein paar weiße Wände oder zumindest die Decken sind weiß gestrichen. Öko-Test hat 19 weiße Wandfarben in die Labore geschickt, das Ergebnis macht Lust auf Renovieren. 13 Wandfarben bekommen ein "sehr gut", im schlechtesten Fall gab es zwei "ausreichende" Gesamturteile.
Die meisten Wandfarben sind Dispersionen auf Wasserbasis, das heißt die Bindemittel sind fein im Wasser verteilt, das nach dem Streichen verdunstet. Wasserbasierte Farben brauchen in der Regel ein Konservierungsmittel, damit es zu keinem Befall durch Mikroorganismen kommt. Hier werden etwa Formaldehyd/-abspalter eingesetzt, die alles andere als unbedenklich sind, oder Isothiazolinone, die allergisierend wirken können. Besser ist deshalb, zu Produkten zu greifen, die ohne diese Stoffe auskommen oder zumindest nur geringe Konzentrationen enthalten.
Als Verbraucher ist man darauf angewiesen, dass die Hersteller über die Inhaltsstoffe informieren - und zwar direkt auf dem Etikett. Für empfindliche Menschen spielen vor allem die Konservierungsmittel eine Rolle. Bei den Produkten aus dem Fachhandel ist eine vernünftige Deklaration jedoch keine Selbstverständlichkeit. Manche Inhaltsstoffe findet man nur im Technischen Merkblatt. Etliche Hersteller bieten aber eine Hotline für Isothiazolinon-Allergiker.
Abgesehen von den Inhaltsstoffen zählt für den Verbraucher, wie gut die Farbe deckt und wie widerstandsfähig sie ist. Die Deckkraftklasse sowie die Nassabriebbeständigkeit geben darüber Auskunft. Während die Farben aus Baumarkt und Fachhandel meist vorbildlich deklariert sind, gab es bei den Produkten aus dem Naturbaumarkt Punktabzüge. Ganz wichtig: Auch wenn mit emissionsarmen Farben gestrichen wird, muss ordentlich gelüftet werden!
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 03/2011
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 19.12.2011