
Jedes Jahr gibt es neue Sammelrekorde, immer mehr Altpapier wird gesammelt und wiederverwertet. Doch nur die Mengen des erfassten Papiers steigen, die Qualität dagegen wird schlechter. Für die Papierfabriken wird es immer schwieriger, aus dem Gemisch wieder helles Papier in der gewohnten Qualität zu fertigen.
Das Problem: Papierfremde Bestandteile, wie Heftklammern oder Warenproben stören das Papierrecycling weniger, da sie als größere Partikel schon vom ersten Sieb der Altpapieraufbereitung zurückgehalten werden können. Große Probleme bereiten den Fabriken für grafische Papiere hingegen selbstklebende Briefkuverts, Etiketten auf Abozeitungen und Aufkleber in Zeitschriften. Die verwendeten Klebstoffe können nicht herausgefiltert werden. Sie ballen sich während des Recyclingprozesses zu kleinen Kügelchen zusammen, die die Siebe zum Aussortieren fremder Bestandteile verstopfen. Zusätzlich können aus den löslichen Klebstoffen beim Antrocknen auf der Papierwalze klebrige Rückstände ("Stickies") gebildet werden. Dadurch werden die Papierbahnen nur unregelmäßig mit Zellstoff bedeckt, was zu Löchern im Papier und zum Reißen in der Druckmaschine führen kann.

Der Umwelttipp: Achten Sie darauf, daß Ihr Altpapier frei von Verunreinigungen und papierfremden Stoffen ist. Entfernen Sie, soweit möglich, Metall- oder Kunststoffspiralen, in Zeitschriften eingeklebte Muster und Proben usw., bevor Sie Ihr Papier zur Entsorgung abgeben. Da sie die Herstellung von Recycling-Papier erheblich stören und die Qualität beeinträchtigen, sind auch selbstklebende Notizzettel, Aufkleber und Briefumschläge im Altpapier unerwünscht. Papierprodukte mit Adhäsionsklebern sollten deshalb im Restmüll entsorgt werden. Bereits beim Einkauf besser gleich andere Produkte, z.B. mit Naßklebern, auswählen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 31.05.2007