Vor einigen Jahren war das Angebot an schnurlosen Telefonen mit einem sogenannten "Eco- Modus" noch äußerst gering. Die Situation hat sich deutlich verbessert. Doch noch immer muss man genau hinschauen, um ein möglichst strahlungsarmes Telefon zu erhalten.
Der Begriff "Eco-Modus" ist nicht geschützt und sagt daher nichts über die Art der Strahlungsreduzierung aus. Stiftung Warentest hat 32 Modelle mit und ohne Anrufbeantworter unter die Lupe genommen. Dabei ging es vorwiegend um die Sprachqualität beim Telefonieren, der Freisprechfunktion und des Anrufbeantworters. Überraschenderweise gehört ausgerechnet das Telefonieren nicht zu den Glanzleistungen der getesteten Geräte. Das Freisprechen mit oft billigen und zu schwachen Lautsprechern führt dazu, dass die Sprache blechern und unnatürlich klingt.
Zu den bewerteten Umwelteigenschaften gehören der Gesamtstromverbrauch, der Stromverbrauch im Stand-by sowie die Sendeleistungsreduktion. Bei einigen Schnurlostelefonen sind die Maßnahmen zur Sendeleistungsreduzierung zwar befriedigend, aber nicht manuell einstellbar. Bei anderen Modellen führt der wählbare Eco-Modus oft zu einer deutlich verringerten Strahlung an der Basisstation oder am Mobilteil. Die Sendeleistung sollte im optimalen Fall umso geringer sein, je näher sich das Mobilteil der Basisstation nähert. Wenn niemand telefoniert oder das Mobilteil in der Basisstation steckt, sollte das Telefon möglichst gar nicht senden.
Der Eco-Modus verringert in der Regel jedoch nicht nur die Strahlung, sondern auch die Reichweite. Strahlenreduziert lässt sich daher nur in der näheren Umgebung der Basisstation telefonieren. Selbst die Akkulaufzeit des Mobilteils kann sich durch das ständige Warten auf den Weckruf der Basisstation verkürzen. Gar keine Strahlenbelastung bieten nur schnurgebundene Telefone.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 12/2011
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.12.2011