Kinder lieben die leuchtenden Farben. Aber eigentlich sind Filzstifte nicht zu empfehlen. Sie trocknen leicht aus und landen schnell im Müll. Wer trotzdem nicht auf Filzstifte verzichten möchte, sollte nachfüllbare kaufen. Allerdings sind diese deutlich teurer und nicht überall erhältlich.
Das Angebot an Filzschreibern ist üppig und die Preisspanne enorm: Ein einzelner Stift ist schon ab acht Cent zu haben, Markenprodukte kosten dagegen ein Vielfaches. Ökotest hat 20 Filzstiftsets eingekauft und getestet. Klar, dass Schreib- und Malutensilien für Kinder schadstofffrei sein sollten. Ganz besonders, weil an den Stiften und Kappen zwischendurch immer mal gekaut und gelutscht wird. Gefahndet wurde besonders nach dem krebserzeugende Lösemittel Benzol, nach bedenklichen Schwermetallen in der Stifthülle oder auch nach problematischen Feuchthaltemitteln.
Zwei Filzschreiber-Sets enthalten so große Mengen einer gefährlichen Substanz oder waren so schlecht gekennzeichnet, dass sie gar nicht hätten verkauft werden dürfen. Dazu gehören auch in Peru hergestellte Stifte des Markenherstellers Faber-Castell (Grip Colour Marker). Hier lagen besonders die Cadmiumwerte in den Stifthüllen über dem Grenzwert. Durchgefallen mit mangelhaft sind auch in China hergestellte Stifte des Anbieters RPM (Ren Art Blendy Pens Finger Tips). Zumindest das giftige Benzol wurde in keiner Probe gefunden.
Die laut Anbieter in Europa hergestellten Fasermaler sind allesamt befriedigend oder besser. Mehr als die Hälfte waren sogar gut oder sehr gut. Nicht untersucht wurden von Ökotest jedoch Funktion und Langlebigkeit der Stifte.
Folienschreiber mit Aufschriften wie "permanent", "Allesmarker" oder "Whiteboardstifte" sind für Kinderhände tabu. Sie enthalten schnell verdunstende, organische Lösungsmittel.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 02.01.2012