
Auf Produkten des täglichen Lebens sind Label aller Art zu finden. Sie versprechen hervorragende Qualität oder Umweltfreundlichkeit. Für die Verbraucher wird es immer schwieriger, sich im Dschungel der Gütezeichen zurecht zu finden. Längst nicht alle Siegel werden von unabhängigen Testinstituten vergeben, viele sind reine Werbeinstrumente.
Und es gibt noch ein Problem: Anerkannte Umweltzeichen wie der -Blaue Engel- müssen von den Herstellern beantragt werden. Nicht alle aber sind von der Werbewirksamkeit überzeugt und verzichten lieber darauf. An Öko-Produkten haftet noch das Image, umständlich und teuer zu sein.
Das Freiburger Öko-Institut möchte mit seinem neuen Öko-Siegel EcoTopTen dem entgegenwirken. Mit Eco ist gleichzeitig Ökologie und Ökonomie gemeint, Top Ten steht für zehn Produktgruppen, von deren Nutzung die Umwelt besonders betroffen ist. Dafür wurden verschiedene Produktfelder ausgewählt wie z.B. Haus/Wohnung, Auto/Bahn, Küchengroßgeräte oder auch Kommunikation. EcoTopTen-Produkte sollen für den Massenmarkt geeignet sein, qualitativ und technisch hochwertig, bezahlbar und selbstverständlich ökologisch sein. Die Auszeichnung vergibt das Öko-Institut in Absprache mit Konsumforschern und Experten, etwa von der Stiftung Warentest. Als Konkurrenz zum -Blauen Engel- sehen sich die Initiatoren nicht, bestehende Umweltsiegel sollen möglichst in die Kampagne einbezogen werden.
EcoTopTen konzentriert sich auf die wichtigsten umweltrelevanten Produkte und Dienstleistungen. Die ersten Produkte stehen bereits fest. Dazu gehören die 3-Liter-Autos von VW und Audi, zwei extrem sparsame Wäschetrockner von AEG und Miele oder die T-Net-Box (Anrufaufzeichner im Netz) der Telekom. Andere Hersteller mit vergleichbaren Produkten können folgen.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Institut Freiburg
nach oben Zuletzt aktualisiert am 11.06.2007