Finanzdienstleister wie Banken, Sparkassen und Versicherungen werden für die Gestaltung der Wirtschaft immer wichtiger. Deshalb rückt die Frage nach ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung zunehmend in den Vordergrund. Vor allem bei den Finanzprodukten hat sich in den vergangenen Jahren ein deutlicher Wandel vollzogen: Banken achten im Aktivgeschäft verstärkt auf ökologische Kriterien und entwickeln neue Produkte. Versicherungen berücksichtigen umweltorientiertes Verhalten bei der Prämiengestaltung.
Das Problem:
Mitunter folgt dem Bekenntnis zu mehr Umweltengagement noch keine Verankerung im Management. Dabei haben Finanzdienstleister einen großen Einfluss bei der Umsetzung der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung. Das trifft für verschiedene Aspekte ihres Handelns zu. Einerseits können sie durch Maßnahmen in ihrem eigenen Verantwortungsbereich unmittelbar umweltentlastend wirken, etwa durch ökoeffiziente Verwaltungsgebäude oder durch Maßnahmen zur Abfallreduzierung. Da viele Finanzinstitute weit mehr Menschen beschäftigen als so manches Industrieunternehmen, führen selbst kleine Einsparungen pro Mitarbeiter in der Summe zu beachtlichen Effekten. Auf der anderen Seite nehmen Finanzinstitute in unserer Gesellschaft eine wichtige Multiplikatorenrolle ein. Wenn sie sich daher aktiv zum Umweltschutz bekennen, hat dies auch eine Signalwirkung im gesamten gesellschaftlichen Umfeld.
Der Umwelttipp:
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben jetzt unter dem Titel "Green Finance" eine umfassende Analyse des Umweltmanagements deutscher Finanzdienstleister veröffentlicht. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sich das Umweltengagement der deutschen Finanzbranche im internationalen Vergleich sehen lassen kann, aber die breite Öffentlichkeit darüber noch zu wenig informiert ist. Die Untersuchung mit rund 80 Praxisbeispielen belegt: Selbst kleine Schritte führen in der Summe zu beachtlichen ökologischen Effekten.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 21.05.2007