Wie viel Schadstoff kommt aus dem Schornstein der Industrieanlage gegenüber? Wie viel leitet der Betrieb von nebenan in den Fluss ein? Darüber kann sich seit kurzem jedermann im Internet direkt informieren. Die Informationen werden vom Umweltbundesamt auf der Internetseite Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetwww.eper.de in Form einer Datenbank bereit gestellt. Die Datenbankabfrage kann nach einer Vielzahl von Kriterien gestaltet werden, so dass sowohl Experten als auch interessierte Bürger die für sie interessanten Informationen herausfiltern können.
Umweltbelastungen durch Industriebetriebe werden dadurch transparenter. Bundesweit kann der Ausstoß der wichtigsten Schadstoffe großer Betriebe in die Luft und das Wasser gezielt abgefragt werden. Die Daten wurden von den Betreibern erhoben und von den zuständigen Behörden der Bundesländer auf Plausibilität geprüft. Aus dem Land Bremen sind 17 Betriebe von Entsorgungsbetrieben über Lebensmittelhersteller bis hin zu Kraftwerken in der Datenbank zu finden.
Das Europäische Schadstoffemissionsregister EPER umfasst Emissionen von 50 Schadstoffen, die über bestimmten Mindestemissionen (Schwellenwerte) liegen. Diese 50 Schadstoffe (Klimagase, Schwermetalle, chlororganische Verbindungen etc.) besitzen EU-weit Bedeutung und tragen maßgeblich zu Luftverschmutzung, Klimaveränderung und Gewässerbelastung bei. Die Datenbank enthält auch ein Glossar, das alle Schadstoffe beschreibt.
Deutschland zählte im Mai 2003 zu den 36 Unterzeichnerstaaten, die eigene nationale öffentliche Emissionsregister aufbauen und betreiben wollen. Bislang gibt es in Deutschland noch keine Erfahrungen mit öffentlichen Emissionsregistern. Weitere Umweltbelastungen aus diffusen Quellen, zum Beispiel aus der Landwirtschaft oder aus dem Straßenverkehr sollen dort künftig ebenfalls verfügbar sein.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007