Das Beleuchten einer Wohnung mit den lange Zeit ausschließlich verwendeten Glüh- und Halogenlampen ist im Schnitt genauso teuer wie Kochen und Backen. Was bei den Stromkosten zählt sind Leistung und Nutzungszeit - und die letztere ist für eine Lampe viel länger als für Herd oder Waschmaschine. Mit neuer Beleuchtungstechnik lassen sich die Stromkosten deutlich zu senken.
Die gute alte Glühbirne war ein echtes Allround-Talent. Doch langsam, aber sicher stirbt sie aus - nicht zuletzt durch das europaweite Verbot. Ihre Lichtausbeute ist einfach sehr ineffektiv: rund 95 Prozent der elektrischen Energie wird in Wärme umgesetzt und geht für die Beleuchtung verloren. Ein Glühfaden erzeugt daher pro eingesetztem Watt eine Lichtmenge von gerade mal zehn Lumen. Energiesparlampen kommen auf das Vier- bis Sechsfache - etwa 35 Prozent der eingesetzten Energie werden in Licht umwandelt. Die neuen LED-Lampen erreichen bislang ähnliche Werte. Hier steht die Entwicklung jedoch erst am Anfang.
Fest steht: eine effiziente 15-Watt-Energiesparlampe als Ersatz für eine 60 oder 75-Watt-Glühlampe spart während ihrer Lebensdauer von ca. 10.000 Betriebstunden rund 90 bzw. 125 € ein (Annahme: Strompreis von 21 Cent/kWh). Da sind die Mehrkosten für die Anschaffung schnell amortisiert.
Gute Energiesparlampen verfügen über eine Vorheizphase. Sie sorgt für schonendes Zünden, erhöht die Schaltfestigkeit und verlängert die Lebensdauer. Die Lampen erreichen ihre volle Helligkeit daher leicht verzögert, wenn die optimale Betriebstemperatur erreicht ist.
Das europaweite Glühlampenverbot hat aber auch die Weiterentwicklung der Energiesparlampen angeheizt. Mittlerweile gibt es eine unüberblickbare Vielfalt an Formen, Größen, Lichtfarben und Sockeln. Das macht den Einkauf unübersichtlich. Der Bund der Energieverbraucher hat dazu wichtige Informationen zusammmen getragen, die sich als Einkaufsratgeber nutzen lassen.
Immer wieder werden auch verschiedene Lampentypen von der Stiftung Warentest untersucht und bewertet. Nicht alle Produkte erreichen gute Noten. Bei den Energiesparlampen hapert es mal an der Helligkeit, mal ist die Schaltfestigkeit unzureichend oder der Helligkeitsverlust während der Lebensdauer zu groß. Manche Halogenlampen, die eigentlich ein Drittel sparsamer als Glühlampen sein sollten, verbrauchen sogar mehr Strom als gleich helle Glühlampen. Davon sind insbesondere die 230-V-Modelle betroffen. Die Testergebnisse geben ebenfalls gute Hilfen für den Lampenkauf.
Licht in das Dunkel der Vielfalt bringen auch die neuen Lampen- Deklarationen, die seit dem 1. September 2010 EU-weit auf den Lampenverpackungen angegeben werden müssen.
Umwelttipp LED-Lampen
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetBund der Energieverbraucher Informationen zu Einsatzbereichen und Einkaufshilfen für verschiedene Lampentechniken
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetEnergiesparlampennavigator der Energieagentur NRW zur Onlinesuche nach einer passenden Lampenalternative
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 3/2011 Wettstreit der Systeme
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011