
Es war einmal eine richtig gute Idee. Vor über zehn Jahren beschloss die EG-Kommission die Energieverbrauchskennzeichnungen mit ihren bunten Aufklebern mit der Skala A (sehr effizient) bis G (wenig effizient) für Energieeffizienz, Waschwirkung, Schleuderleistung oder Trockenwirkung. Jedes Neugerät von Kühlschrank bis Spülmaschine muss seither damit ausgezeichnet werden. Seit dem 1. Juli 2004 gilt die Kennzeichnung endlich auch für Backöfen.
In den ersten Jahren waren die Label für die Verbraucher einfach zu überschauen. Wer ein sparsames Gerät kaufen wollte, konnte mit Klasse A in Sachen Verbrauch kaum etwas falsch machen. Auch für die Hersteller war und ist das Euro-Label Ansporn, immer sparsamere Geräte zu entwickeln. Der Fortschritt ist enorm. Grundlage für die Effizienzbewertung ist aber noch immer der um 1992 ermittelte Mittelwert aller europäischer Geräte gleicher Bauart. So kommt es, dass heute 80-100 Prozent der Kühl- und Gefriergeräte A-Standard haben - mit großer Spanne im Verbrauch. Mit einem B-Gerät kauft man inzwischen reine Energieverschwender.
Das EU-Label muss dringend reformiert werden. Am einfachsten für die Verbraucher wäre, die Richtwerte an den heutigen Standard anzupassen. Dann würden mit A wieder nur die besten ihrer Klasse ausgezeichnet werden. Doch ab 2004 gibt es nicht nur die A-Klasse, sondern sogar die A+ und A++ -Klasse. Viele Hersteller werben schon damit. Gute Orientierung bietet auch das alternative Kennzeichnungssystem Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetenergy+. Vor dem Kauf eines Großgerätes empfiehlt sich immer ein Blick ins Internet oder in Bestenlisten. Mit Top-Geräten lässt sich über die Jahre viel Geld sparen.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetDatenbank für Energie sparende Geräte
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007