Auf einen Geschirrspüler mag kaum ein Haushalt verzichten. Die praktischen Tellerwäscher werden dank raffinierter Technik immer besser und sparsamer. Die Markengeräte von Bosch/Siemens, Miele/Bauknecht und Neff erreichen teils hervorragende Noten bei Stiftung Warentest.
Sie alle sind sparsam im Strom- und Wasserverbrauch, spülen und trocknen nahezu perfekt, brauchen dafür aber sehr lange. Bei gut zweieinhalb Stunden im Sparprogramm ist Geduld gefragt. Da die Testsieger jedoch alle sehr leise spülen, können sie bedenkenlos nachts laufen.
Schon eine Weile auf dem Markt sind Geschirrspüler, die das Klarspülwasser in einer Wassertasche zurückhalten. Es wird beim nächsten Mal zum Vorspülen genutzt. Recht neu ist der Einsatz von Zeolith bei Bosch/Siemens-Geräten. Zeolith ist ein umweltverträgliches Mineral, das Feuchtigkeit und Wärmeenergie abwechselnd speichern und wieder abgeben kann. In Geschirrspülern dient es der Luftentfeuchtung. Selbst auf Kunststoffteilen, die sonst schlecht trocknen, bleiben kaum Wassertropfen zurück. Bei Kurzprogrammen wird diese zeitaufwändige Technik jedoch umgangen. Dann trocknet das Geschirr zwar noch gut, der Stromverbrauch steigt aber deutlich.
Die Konstrukteure von Miele haben sich etwas anderes ausgedacht. Nach erhöhten Temperaturen beim Klarspülen öffnet nach Programmende die Gerätetür automatisch einen kleinen Spalt. Die feuchtheiße Luft kann entweichen. Ein Trocknungsgebläse läuft zudem noch etwa eine viertel Stunde nach.
Das Spar- oder Ecoprogramm mit Spültemperaturen von meist nicht mehr als 50 Grad Celsius ist maßgebend für die Einordnung der Geräte in eine der Energieverbrauchsklassen von A bis G. Das dreifache A (AAA) für Energieeffizienz, Reinigungs- und Trocknungswirkung auf dem Label kennzeichnet die Spitzenreiter in Sachen Sparsamkeit. Die besten Geräte benötigen im Sparprogramm knapp 11 Liter Wasser und 0,8 Kilowattstunden Strom. Im Intensiv- oder Automatikprogramm liegt der Verbrauch deutlich darüber. Die Sparsamkeit wird dabei vor Allem durch verlängerte Reinigungszeiten erreicht. Um die guten Eigenschaften der Geräte auszunutzen, sollte nach Möglichkeit das Ecoprogramm genutzt werden. Wenn die Zeitvorwahl läuft oder die Maschine nach Programmende nicht ausgeschaltet wird, benötigt sie im Stand-by-Betrieb ebenfalls Strom. Wer keinen günstigen Nachttarif hat, kann auf eine Zeitvorwahl am Gerät meist verzichten.
Selbst Kleinhaushalte, bei denen benutzte Teller, Tassen und Besteck tagelang im Geschirrspüler stehen, können sich unbesorgt auf die hygienische Reinigung der Geschirrspüler verlassen. Die Zahl der Keime wird selbst bei niedrigen Spültemperaturen und kurzen Programmen drastisch reduziert. Wird das Geschirr beim Handspülen nicht nochmals mit klarem Wasser nachgespült, sind dagegen mehr Rückstände messbar.
Schlechtem Geruch in der Maschine kann vorgebeugt werden, in dem grobe Speisereste abgewischt werden und die Gerätetür geschlossen gehalten wird. Statt Spülmaschinendeos zu nutzen, hilft regelmäßig etwa einmal im Monat ein Spülgang mit höherer Temperatur. So wird Ablagerungen und damit auch technischen Defekten vorgebeugt.
Die Einstellung des Geräts auf die vorliegende Wasserhärte trägt zum sparsamen Verbrauch von Enthärtersalz bei. Informationen zur Wasserhärte gibt es beim örtlichen Wasserversorger. In Bremen ist die Wasserhärte auch auf der Stromrechnung der swb zu finden. Besonders geräuschempfindliche Menschen sollten zudem auf den angegebenen Geräuschpegel achten. Als besonders leise gelten Geräte mit etwa 42 bis 44 dB Betriebsgeräusch.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 04/2010
Umwelttipp Geschirrspültabs
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011