Jeder Bundesbürger hat 2008 durchschnittlich 17 Prozent mehr für das Heizen ausgegeben als im Vorjahr. Das geht aus dem neuen bundesweiten Heizspiegel 2009 hervor, den die gemeinnützige co2online GmbH gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) Anfang Oktober veröffentlicht hat. Der bundesweite Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Dafür wertete co2online bundesweit 52.000 Gebäudedaten aus.
Für Bremen und Bremerhaven wird im Laufe des vierten Quartals der kommunale Heizspiegel erscheinen. Die Werte darin beruhen auf regional erhobenen Daten zentral beheizter Wohngebäude. Bremer Mieter und Eigentümer können den kommunalen Heizspiegel dann als Orientierungshilfe nutzen, um ihren Energieverbrauch, die Heizkosten und CO2-Emissionen näherungsweise zu beurteilen.
Die Heizkostenabrechnung ist für Viele eine frustrierende Angelegenheit. Auch 2008 stiegen die Energiepreise wieder. Die derzeit niedrigen Heizölpreise sollten niemanden darüber täuschen, dass die Kosten weiter steigen werden. Gefürchtet sind die Heizkostennachzahlungen – 2008 waren es bis zu 30 Prozent. Der häufigste Grund für hohe Nachzahlungen sind unsanierte Gebäude mit schlecht isolierten Fassaden, Dächern, Fenstern und veralteten Heizungsanlagen.
Im Rahmen des Heizspiegel-Projekts können Mieter und Eigentümer ein kostenloses Heizgutachten anfordern. Die Werte des Gebäudes werden mit regionalen Daten verglichen und ausgewertet. Eigentümer erhalten Aufschluss über den energetischen Zustand ihres Gebäudes. Mieter bekommen eine fachliche Stellungnahme, mit der sie Ihre Hausverwaltung oder den Eigentümer neutral ansprechen und informieren können. Die Erfahrung zeigt, dass ein Viertel der Hauseigentümer danach mindestens eine wärmetechnische Massnahme am Gebäude durchführt.
Erstmals ist der Heizspiegel auch in türkischer Sprache erhältlich.
Den Bundesweiten Heizspiegel für Deutschland gibt es als 16-seitige Broschüre kostenlos beim Deutschen Mieterbund in 10169 Berlin. (Kennwort "Heizspiegel" angeben und einen mit 0,90 Euro frankierten DIN-lang-Rückumschlag beilegen).
Außerdem kann der Bundesweite Heizspiegel ab dem 1. Oktober 2009 kostenlos heruntergeladen werden von den Internetseiten des Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetDeutschen Mieterbunds und unter Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetHeizspiegel.de .
Der kommunlae Heizspiegel erscheint im Laufe des vierten Quartals 2009 und kann dann ebenfalls von der Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetHeizspiegel-Seite im Internet heruntergeladen werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011