Der Blick aufs Typenschild bringt die Verschwendung an den Tag: Heizungspumpen mit mehr als 100 Watt Leistung sind keine Seltenheit. Dabei sind heute 20 bis 30 Watt für Einfamilienhäuser ausreichend. Ein Drittel der Stromkosten ließe sich sparen, wenn Umwälzpumpen nur in der Heizperiode liefen und Zirkulationspumpen für das Warmwasser nur tagsüber. Wer überdimensionierte Pumpen durch kleinere mit "lastgesteuerter" Elektronik ersetzt, kann die Stromkosten sogar um rund 80 Prozent senken.
Der Austausch der alten Pumpe gegen eine neue ist zwar in vielen Fällen sinnvoll und zahlt sich schon nach zwei Jahren aus. Doch notwendig ist das nicht immer. Wenn die vorhandene Pumpe regelbar ist, sollten niedrigere Laststufen ausprobiert werden. Dafür beginnt man mit der kleinsten Stufe. Wenn die Heizkörper dann noch gut warm werden, kann schon so eine Menge gespart werden. Zirkulationspumpen für den Warmwasserkreislauf lassen sich mit einer Zeituhr sinnvoll steuern. Die Temperatur kann nachts und tagsüber nach Bedarf geregelt werden. Ist niemand zu Hause, kann die Zirkulationspumpe ausgeschaltet werden.
Heute gibt es Heizungspumpen mit einem Energie-Label, wie es auch von Kühlschränken und anderen Haushaltsgeräten bekannt ist. In Energie-Stufen von A bis G klassifiziert es die Verbrauchsdaten der Pumpen verständlich und übersichtlich. Vier der sieben deutschen Pumpenhersteller haben 2005 das Label eingeführt. Beim Austausch der Pumpe sollte nicht auf den Handwerkertrick mit der Baulänge hereingefallen werden. Mit Ausgleichstücken lassen sich auch kürzere Pumpen einsetzen. Trotz möglicher Zusatzkosten für die Installation einer grünen A-Klasse-Pumpe kann sich das auszahlen.
Ein kostenloser Heizpumpen-Check ist auf dieser homepage unter "Service" zu finden:
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.05.2007