In den kommenden Monaten soll die Heizungsanlage das ganze Haus angenehm erwärmen. Manchmal werden jedoch die Heizkörper unterschiedlich warm. Weit vom Heizkessel entfernt liegende geben weniger Wärme ab als näher am Kessel montierte Heizkörper. Die Folge sind im Winterhalbjahr unangenehm kühle, manchmal auch zu feuchte Räume. Wird dann zur Abhilfe die Leistung der Heizungspumpe erhöht, hat das zunächst einmal höhere Stromkosten zur Folge. Besonders ältere, ungeregelte Pumpen sind wegen ihrer langen Laufzeiten stark am Stromverbrauch eines Haushalts beteiligt. Die Strömungsgeräusche im Rohrsystem nehmen zu und ohnehin gut versorgte Heizkörper bekommen noch mehr Wärme.
Zu einer schlechten Wärmeabgabe entfernt liegender Heizkörper kommt es immer dann, wenn zu wenig Heizwasser hindurchfließt. Von der Pumpe gefördertes Heizwasser geht immer den Weg des geringsten Widerstands. Mit einem sogenannten hydraulischen Abgleich werden die Heizwasserströme in der Anlage eingestellt und Fehlfunktionen beseitigt.
Dafür wird zunächst der Wärmebedarf der Räume und des Rohrnetzes berechnet. Die optimale Einstellung erfolgt durch Begrenzung der Wassermenge, die einen Heizkörper durchfließt. Dies erfolgt meistens an den Thermostatventilen oder den Rücklaufverschraubungen der Heizkörper. Eventuell müssen geeignete Ventile oder Verschraubungen nachgerüstet werden.
Mit optimal eingestellten Druckverhältnissen kann die Anlage energieeffizienter arbeiten. Den Kosten von ein bis fünf Euro pro Quadratmeter beheizte Fläche stehen Energieeinsparungen zwischen fünf und 20 Prozent gegenüber.
Kunden der swb können für den hydraulischen Abgleich ihrer Heizungsanlage einen Zuschuss von bis zu 100 Euro beantragen. Wird die Heizungsanlage modernisiert und gleichzeitig eine Optimierung durchgeführt, so gibt es im Land Bremen hierfür einen Zuschuß von der Bremer EnergieKonsens. (Stand Januar 2008)
Heizungspumpen-Check: Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetEnergiespar-Ratgeber der Bremer Umwelt Beratung
Heizungspumpen-Test: Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest Heft 9/2007
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011