Kochen mit Induktion gilt als schick, ist aber in der Anschaffung teurer als ein klassisches Glaskeramikfeld mit Heizwendeln. Diese leuchten nach dem Einschalten glutrot auf und strahlen ihre Hitze ab. Kochen mit Induktion funktioniert nach einem grundlegend anderen Prinzip.
Auch Induktionskochfelder sind an der Oberfläche mit Glaskeramik abgedeckt. Darunter sind jedoch Spulen installiert. Es gibt keine Bauteile mehr, die heiß werden. Durch die Spulen wird ein Wechselstrom geleitet, der ein elektromagnetisches Wechselfeld unmittelbar darüber erzeugt. Der Kochtopfboden nimmt es auf und wandelt es in Wärme um. Notwendig sind dafür Töpfe mit magnetisierbaren Böden.
Induktionsfelder bieten einige Vorteile. So sind sie ausgesprochen schnell, ähnlich wie Gasherde. Da die Kochflächen recht kühl bleiben, besteht keine Gefahr sich zu verbrennen. Auch kann nichts einbrennen, die Flächen sind daher sehr pflegeleicht. Beim Stromverbrauch ist der Vergleich nicht so günstig. Zwar erfordert das Induktionskochen weniger Energie als die Heizwendel, die Ersparnis ist allerdings recht gering. Stiftung Warentest errechnete für einen durchschnittlichen Haushalt gerade mal fünf Euro Ersparnis im Jahr.
Störend kann ein mehr oder weniger lautes Surren beim Kochen mit Induktion sein. Es entsteht durch die Schwingungen im Topfboden. Vielen ist die Induktion nicht geheuer, da magnetische Streufelder in den Körper dringen können. Auch wenn alle getesteten Herde die Grenzwerte locker einhalten, ist Sorgfalt im Umgang mit den modernen Herden sinnvoll. Gut passende Töpfe und Pfannen verringern die Strahlung. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt einen Mindestabstand von fünf bis zehn Zentimeter von der Vorderkante des Herdes. Besonders Schwangere und Träger vom Herzschrittmachern sollten vorsichtig sein.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 09/2009
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011