Es spielt keine Rolle, wer wir sind, wo wir leben und was wir tun. Wir sind alle abhängig vom Wasser und brauchen es jeden Tag in vielfältigster Weise. Deshalb hatte die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2003 zum "Internationalen Jahr des Süßwassers" erklärt. Sie rief damit auf zu mehr Bewusstsein und einem verstärkten Handeln im Bereich des nachhaltigen Umgangs bei der Bewirtschaftung der knappen Wasserressourcen und des Schutzes der Trinkwasservorräte.
Das Problem: Wir brauchen Wasser zunehmend zur Bewässerung in der Landwirtschaft, für die Industrie und für Tiere und Pflanzen. Trotzdem vergeuden und verunreinigen wir die Wasserressourcen und vergessen dabei, wie lebensnotwendig Wasser für unser aller Überleben ist. Hochrechnungen besagen, dass im Jahr 2025 weltweit 2 von 3 Menschen in Wassernotstandsgebieten leben werden.
Der Umwelttipp: Die Schadstoffbelastung der Wasservorräte aus industriellen und kommunalen Abwässern oder die fortgesetzte Verseuchung des Grundwassers durch Nitrate und Pestizide nehmen durch Verstädterung, Intensivierung der Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum immer mehr zu. Die Probleme globaler Klimaveränderungen und des rücksichtslosen Raubbaus an Wäldern mit seinen Folgen wie Bodenerosion, Dürre und Überschwemmungen wirken sich ebenfalls auf die Wasservorkommen aus.
Bei der nationalen Wasserpolitik gibt es trotz der guten allgemeinen Situation bei Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern dennoch zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten. So trägt eine verbesserte Gewässerstruktur dazu bei, die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt zu erhöhen und eine ökologisch ausgerichtete Hochwasservorsorge trägt zur Wiederbelebung der Flussauen bei.
Ein Tipp zur Hauptreisezeit: Auch im Urlaub, vor allem in wasserarmen Ländern, sparsam mit Wasser umgehen.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.05.2007