Leuchtdioden, kurz LED, so heißt das Licht der Zukunft. Denn keine andere Technik bietet das Potenzial, mit weniger Strom mehr Licht zu erzeugen. Waren sie lange Zeit nur auf spezielle Anwendungen, wie in Fernbedienungen oder Anzeigen bei elektronischen Geräten beschränkt, so sind weiter entwickelte LED-Lampen inzwischen in den Wohnräumen angekommen. Noch sind sie jedoch oft in der Lichtstärke beschränkt und zudem relativ teuer. Bei Öko-Test schnitt jedoch eine LED-Lampe von Toshiba für 15 Euro genauso gut ab wie eine von Philips für 59 Euro. Im Vergleich mit Halogen- und Energiesparlampen punkten LED-Lampen schon heute in vielen Disziplinen.
LED bestechen durch ihre hohe Lebensdauer von bis zu 50.000 Stunden. Für professionelle Beleuchtung entfallen damit hohe Wartungskosten für den regelmäßigen Austausch. Langzeittestergebnisse, ob die errechnete Lebensdauer auch in der Praxis erreicht wird, liegen noch nicht vor.
Im Wohnbereich sind zwei Varianten im Angebot. Die geringen Abmessungen der LED ermöglichen sehr kleine komplette Leuchten, bei denen die LED nicht mehr ausgetauscht werden können. Ist sie defekt, muss die komplette Leuchte ersetzt werden. Durch die hohe Lebensdauer der Leuchtdioden vergehen bis dahin allerdings leicht 20 oder mehr Jahre. Vollig neue, innovative Lampendesigns sind durch die geringe Größe der LED möglich.
Den Bedarf der Verbraucher trifft es dennoch eher, vorhandene Leuchten mit LED-Lampen auszustatten. So sind warmweiße LED-Lampen mit Schraub- und gängigen Stecksockeln entstanden. Um eine ausreichende Helligkeit zu erreichen, müssen die Hersteller mehrere Einzeldioden zusammen gruppieren. Die Helligkeit der Lampen läßt sich gut miteinander vergleichen, seitdem auf den Verpackungen die Lichtausbeute in Lumen angegeben werden muss. Eine 25 Watt- Glühlampe erreicht 190 Lumen, eine 60 W-Glühlampe liegt bei 700 Lumen. Soll es im Zimmer gleich hell bleiben, so muss die energiesparende Beleuchtung ähnliche Werte erreichen.
Die Effizienz einer Lampe lässt sich vergleichen, wenn die Lichtausbeute in Lumen durch die Leistung in Watt geteilt wird. Je mehr Lumen pro Watt (Lm/W) eine Lampe abgibt, umso energiesparender ist sie. Normale Glühlampen erreichen acht bis zehn Lm/W, die Werte für LED-Lampen sind noch weit gestreut und liegen oft zwischen 20 und 50 Lm/W. Manche Hochleistungs-LED erreichen jedoch mehr als 100 Lm/W. Die klassischen Energiesparlampen kommen auf 55 bis 60 Lumen pro Watt. LED-Lampen und Energiesparlampen liegen damit bei der Lichtausbeute bislang etwa gleich.
Besonders die Spots mit Stiftsockeln zeigen nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest oft Schwächen in der Lichtstärke und sind nur begrenzt einsetzbar.
Aber: LED-Lampen sind frei von Quecksilber und haben oft eine gute Farbwiedergabe. Ihre Stärken liegen in der langen Lebensdauer und dem damit hohen Einsparpotenzial, ihrer sofortigen Helligkeit und Schaltfestigkeit. Damit können sie zum Beispiel bei der Treppenhausbeleuchtung punkten. Sie lassen sich von Kälte oder Hitze nicht beeindrucken.
Allgemein eignen sie sich schon heute besonders, wenn Leuchten oft und lange brennen, als ergänzende Beleuchtung in allen Wohnbereichen oder als Ersatz für Halogenlampen um gezielte Lichteffekte zu setzen. Bei der Auswahl muss jedoch auf eine ausreichende Lichtstärke geachtet werden.
Sollen konventionelle Niedervolt-Halogenlampen durch LED-Lampen ersetzt werden, so wird zusätzlich ein neuer Transformator mit geringerer Leistung benötigt.
LED-Lampen sind meist noch teuer, aber auf dem richtigen Weg.
Umwelttipp zu Lampen-Deklaration
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetEnergiesparlampennavigator der Energieagentur NRW - eine Datenbank zur Suche energiesparender Lampenalternativen (LED und Energiesparlampen)
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetSparlampen: Wettstreit der Systeme. Stiftung Warentest, Heft 3/2011
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetStiftung Warentest, Heft 9/2011
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.02.2012