Der einfachste Weg Regenwasser zu nutzen ist die gute alte Regentonne. Wer Regenwasser nicht nur für die Gartenbewässerung nutzen möchte, kann mehr tun. Selbst in Haushalten, die sparsam mit Trinkwasser umgehen, wird etwa ein Drittel des Trinkwasserverbrauchs für die Toilettenspülung und das Wäsche waschen genutzt. Mit einer Regenwassernutzungsanlage kann in diesen Bereichen Niederschlagswasser eingesetzt werden. Aus hygienischen Gründen darf Regenwasser jedoch nicht zum Trinken oder zur Körperpflege verwendet werden.
Regenwasser für die Toilettenspülung zu verwenden, erscheint vielen von uns unproblematisch. Wenn es aber um die Nutzung von Regenwasser für die Waschmaschine geht, gibt es häufig hygienische Bedenken. Dabei eignet sich das weiche Wasser hervorragend zum Wäschewaschen. Untersuchungen haben gezeigt, dass es keinerlei Probleme mit Verkeimungen gibt. Der Bakterieneintrag in die Waschmaschine mit der schmutzigen Wäsche ist um ein Vielfaches höher als der mögliche Eintrag durch das Regenwasser. In der getrockneten Wäsche sind keine Unterschiede in der Keimzahl feststellbar - egal ob mit Regenwasser oder Trinkwasser gewaschen wurde.
Die Rückhaltung und Nutzung von Niederschlagswasser schont nicht nur die Grundwasservorräte sondern entlastet die Mischwasserkanalisation und die Kläranlagen bei starken Regenfällen. Daher fördert der Senator für Bau und Umwelt den Einbau von Regenwassernutzungsanlagen in privaten Wohngebäuden und in Vereinen. Wer Eigentümer im Land Bremen ist oder die Einwilligung des Vermieters hat, kann bis zu einem Drittel der Kosten für Erdarbeiten, Materialien und Installation erstattet bekommen. Die Höchstsumme der Förderung beträgt 2000 Euro. Die Antragsstellung und die Beratung zu dem Förderprogramm erfolgt bei der Bremer Umwelt Beratung.
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nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.05.2007