In den meisten Häusern kann der Heizkessel auch im Sommer keine Pause machen. Er ist das ganze Jahr über für warmes Wasser in Bad und Küche zuständig. Dabei verbraucht der Brenner jeden Tag teueres Öl oder Gas und bläst Abgase in die Luft.
Eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung kann in Bremen mehr als die Hälfte des jährlichen Warmwasser-Energiebedarfs einsparen. Prinzipiell eignet sich jedes Dach für eine Solaranlage, sofern es nach Süden, Westen oder Osten zeigt. Eine solarthermische Anlage besteht im Wesentlichen aus 1,5 m² Sonnenkollektoren pro Person, einem Solarspeicher mit zwei Wärmetauschern, einer Pumpe, Rohren und einer Steuerung. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, schaltet sich die Heizung zu und sorgt für warmes Wasser.
Das Funktionsprinzip eines Sonnenkollektors ist im Grunde das gleiche wie bei einem Gewächshaus. Der gebräuchlichste Kollektortyp ist der Flachkollektor. Er besteht aus einem beschichteten Kupferblech und darin eingepressten Kupferrohren, in denen die Solarflüssigkeit zirkuliert. Die aufgenommene Wärme wird über Wärmetauscher im Solarspeicher an das Trinkwasser abgegeben. Flachkollektoren werden entweder auf ein unter den Dachpfannen verschraubtes Rahmensystem aufgelegt oder können bei Neu- oder Umbauten auch in die Dachhaut integriert werden. Es gibt auch ästhetisch ansprechende Lösungen für Fassaden. Technisch ist diese umweltschonende Technik ausgereift und sicher im Betrieb.
Förderprogramme erleichtern die Finanzierung einer Solaranlage. So hat zum Beispiel die Bundesregierung die Förderung von Solarkollektoren um mehr als ein Drittel auf 125 Euro je Quadratmeter Sonnen-Kollektorfläche erhöht. Da mit steigenden Energiepreisen zu rechnen ist, werden die Besitzer von Solaranlagen langfristig auch finanziell auf der Sonnenseite stehen.
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Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetSolarinitiative Bremen
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007