Wer Sonnenwärme nicht nur für Dusche und Bad, sondern auch zum Heizen nutzen will, für den gibt es inzwischen eine Reihe ausgefeilter solarer Kombisysteme. Sie tragen mit Kollektorflächen zwischen zehn und 15 Quadratmetern bis zu einem Viertel zum gesamten Wärmbedarfs eines Einfamilienhauses bei. Besonders sinnvoll ist eine solche Anlage, wenn das Haus gut gedämmt ist und daher einen niedrigen Wärmebedarf besitzt.
Herzstück einer Solarwärmeanlage ist der Sonnenkollektor. Er sammelt das Sonnenlicht ein, wandelt es in Wärme um und überträgt diese an eine Trägerflüssigkeit, die sie zum Solarspeicher transportiert. Ein konventioneller Heizkessel oder ökologisch vernünftiger beispielsweise ein Holzpelletkessel kann über einen zweiten Wärmetauscher nachheizen, wenn die Solaranlage nicht genügend oder keine Wärme liefert.
Sonnenkollektoren müssen nicht exakt nach Süden ausgerichtet sein, um ausreichend Wärme liefern zu können. Selbst reine Ost- oder Westorientierungen von Dächern lassen sich mit entsprechend größeren Kollektorflächen ausgleichen.
Die Anlagenkosten sind in den letzten Jahren deutlich gesunken, besonders für Anlagen mit Heizungsunterstützung. Zudem gibt es seit sechs Jahren Bundeszuschüsse zu thermischen Solaranlagen. Ab 1. Juli 2005 werden die Fördersätze für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung von derzeit 110 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche auf 135 Euro angehoben. Reine Brauchwasseranlagen kommen etwas schlechter weg. Die Fördersätze verringern sich geringfügig von 110 auf 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Steigende Ölpreise und gesunkene Investitionskosten lassen Solaranlagen auch finanziell immer attraktiver werden.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetBundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
nach oben Zuletzt aktualisiert am 04.06.2007