Energiesparlampen sind zwar in der Anschaffung teurer als konventionelle Glühlampen, auf lange Sicht aber deutlich kostengünstiger. Pro ersetzter 60 Watt Glühlampe lassen sich Dank niedrigem Energieverbrauch und langer Lebensdauer bis zu 80 Euro sparen. Ein Lampenwechsel entlastet nicht nur Energieeinsatz, Klima und Portemonnaie, sondern vermeidet dazu auch noch Müll. Doch das ist nur dann umweltschonend, wenn ausrangierte Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren nicht in der grauen Hausmülltonne landen. Sie müssen separat gesammelt und entsorgt werden. Recyclinghöfe aber auch der Fachhandel übernehmen die fachgerechte Entsorgung. Einfach beim Neukauf die alte Lampe mitnehmen.
Energiesparlampen enthalten vier bis acht Milligramm Quecksilber. Nur wenn sie getrennt von sonstigen Abfällen erfasst werden, kann das giftige Metall in geeigneten Recyclinganlagen kontrolliert entnommen und von den anderen Bestandteilen der Lampen getrennt verwertet werden. Weder Energiespar- noch Glühlampen dürfen im Glascontainer landen. Das Glas für Flaschen und Gläser ist anders zusammengesetzt als das für die verschiedenen Lampen. Fälschlich in den Glascontainer geworfene Leuchtmittel führen deshalb zu erheblichen Problemen beim Recycling der Glas-Verpackungen.
Nach Schätzungen der Lampenhersteller werden rund 70 Millionen gebrauchte Energiesparlampen immer noch mit dem Hausmüll entsorgt. Schätzungsweise mehr als 300 Kilogramm Quecksilber gehen damit jährlich unkontrolliert in die Umwelt. Halogenlampen enthalten zwar Halogene, diese sind jedoch wegen der verschwindend geringen Mengen bei der Entsorgung nicht relevant. Glühbirnen und Halogenlampen werden nicht wieder verwertet, da sie keine Stoffe enthalten, die dies erforderlich machen würden. Folglich dürfen und sollen sie mit dem Restmüll entsorgt werden.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011