
Etwa ein Drittel des privaten Stromverbrauchs geht auf Kosten von Kühlschrank und Co. Die so genannte Weiße Ware birgt daher ein erhebliches Einsparpotenzial. Vor über zehn Jahren beschloss die EU-Kommission die Energieverbrauchskennzeichnungen mit ihren bunten Aufklebern mit der Skala A (sehr effizient) bis G (wenig effizient) für Energieeffizienz, Waschwirkung, Schleuderleistung oder Trockenwirkung.
In den ersten Jahren waren die Label für die Verbraucher einfach zu überschauen. Wer ein sparsames Gerät kaufen wollte, konnte mit Klasse A in Sachen Verbrauch kaum etwas falsch machen. Auch für die Hersteller war und ist das Euro-Label Ansporn, immer sparsamere Geräte zu entwickeln. Der Fortschritt ist enorm. Grundlage für die Effizienzbewertung ist aber noch immer der um 1992 ermittelte Mittelwert aller europäischer Geräte gleicher Bauart. So kommt es, dass heute 80-100 Prozent der Kühl- und Gefriergeräte A-Standard haben - mit großer Spanne im Verbrauch. Mit einem B-Gerät kauft man inzwischen reine Energieverschwender.
Bei Kühl- und Gefriergeräten spielt sich der Markt nahezu nur noch zwischen "A++" und "A+" ab: Vom Kauf eines "A"-Gerätes wird deshalb abgeraten. Auch fast alle Wasch- und Spülmaschinen tragen heute das Label "A". Ein Vergleich der einzelnen Verbrauchswerte ist daher leider wieder notwendig geworden. Einen schnellen Überblick bietet das Faltblatt "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2006/2007", das unter Materialien zum Download bereit steht. Bei Waschmaschinen hilft der Blick allein auf den Wasserverbrauch nicht. Die erheblichen Wassereinsparungen haben zum Teil zu schlechteren Spülergebnissen geführt. Hier wäre eine Bewertung der Spülwirkung ein sinnvolles, neues Kriterium.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetDatenbank für Energie sparende Geräte
nach oben Zuletzt aktualisiert am 06.06.2007