Es lohnt sich, die Wohnung nach heimlichen und ungewöhnlich hohen Stromverbrauchern abzusuchen. Oft lässt sich Abhilfe schaffen. Das reduziert nicht nur die Stromrechnung sondern ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz.
Erkennen lässt sich ein Teil dieser heimlichen Stromverbraucher daran, dass die Spannungsumformer, auch Netzgeräte genannt, nach dem Abschalten der Geräte warm bleiben oder brummen. Dazu gehören auch viele Halogenlampen, deren Spannungswandler vor dem Ein-/Ausschalter liegt.
Herstellungspreise sind oft so knapp kalkuliert, dass schon das Weglassen eines Netzschalters Marktvorteile mit sich bringt. So gibt es viele Geräte, deren Stand-by nicht abschaltbar ist. Viele Audio- oder Videogeräte verlieren ohne Stand-by ihre Programmierung. Technisch ist dieses Problem durchaus lösbar. Der Videorecorder könnte völlig ausgeschaltet werden, solange er nicht für eine Aufnahme programmiert ist. Mit eingebauter Funkuhr würde sich der Recorder beim Einschalten der Netzversorgung selbsttätig auf die genaue Zeit einstellen. Die Programmierung einzelner Sender könnte auch in der Fernbedienung gespeichert werden, die ohnehin mit Batterien versorgt wird. Auch bei Telekommunikationsgeräten, die ständig empfangsbereit sein müssen, gibt es Lösungen. Die Klingelspannung der ankommenden Telefonate könnte genutzt werden, die Netzversorgung des Gerätes zu aktivieren. Als Käufer sollte man auch nach langfristigen Kosten durch Energieverbrauch fragen.
Wie viel Strom der Fernseher, der Computer und der Drucker, der Warmwasserspeicher oder die Waschmaschine tatsächlich verbrauchen, lässt sich messen. Bei manchen Großgeräten kann sogar ein Neukauf sinnvoll sein. Kostenlose Strommessgeräte verleiht die Bremer Umwelt Beratung.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 15.12.2011