Sportgeräte werden heute nur noch in Ausnahmefällen aus Naturmaterialien hergestellt. Sowohl bei anlagengebundenen als auch bei den sogenannten Natursportarten dominieren Kunststoffe ganz eindeutig. Entscheidend für die Materialzusammensetzung eines Sportgerätes sind meist die funktionellen Überlegungen, ökologische Aspekte werden dagegen vernachlässigt.
Das Problem: Entscheidend für die Umweltverträglichkeit ist neben den Einzelmaterialien vor allem der jeweilige Material-Mix. Sortenreine Materialien sind grundsätzlich eher zu recyceln als Produkte aus mehreren Stoffen, bei denen aufwendige Trennvorgänge dem Recycling vorangehen müssen. Besonders problematisch sind Sportgeräte aus sogenannten Verbundmaterialien, bei denen die einzelnen Stoffe untrennbar miteinander verbunden sind. Ein Recycling ist hier kaum möglich.
Der Umwelttipp: Gute Qualität und eine lange Haltbarkeit sind die Grundvoraussetzung für einen ökologischen Sportartikel. Verschaffen Sie sich vor dem Sportgerätekauf einen Überblick über die von den unterschiedlichen Anbietern verwendeten Materialien. Bevorzugen Sie langlebige und recycelbare Sportartikel. Dazu gehört auch die Möglichkeit, einen Reparaturservice des Herstellers in Anspruch zu nehmen und ein Design, das nicht nach einem Jahr völlig aus der Mode ist. Solange die Käufer aber nicht gezielt fragen nach wirklich umweltfreundlichen Sportartikeln aus Recyclingmaterialien oder Stoffen, die problemlos wiederzuverwerten oder kompostierbar sind, bleiben die Recyclingkonzepte lediglich Nischenangebote.
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.05.2007