Regelmäßiges Eincremen mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor ist nicht nur für Strandurlauber selbstverständlich geworden. Trotzdem entziehen die UV-Strahlen, Salzwasser, Wind und Wärme der Haut Fett und Feuchtigkeit. Daher haben viele Sonnenanbeter auch eine After-Sun-Pflege im Gepäck.
Bräune verleihen kann keine After-Sun-Lotion. Allenfalls verhindern die Produkte, dass sich die Haut wegen Trockenheit schnell schuppt. Ganz sicher vermag After-Sun-Pflege aber bei einer geröteten Haut oder gar bei Sonnenbrand nichts auszurichten. Genauso wenig sind die Langzeitschäden von zu viel UV-Strahlung wegzupflegen oder rückgängig zu machen. Trotzdem spricht nichts dagegen, sich nach dem Sonnen mit einer After-Sun-Lotion oder einem Gel einzucremen. Alternativ tut es aber auch die normale Körperlotion. Das Produkt darf jedoch keine hautreizenden Substanzen enthalten.
Die Lotionen bestehen aus Wasser und Fett in unterschiedlichen Anteilen. Das Wasser befeuchtet die Haut, die Fette sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit nach dem Auftragen bewahrt wird. So funktioniert im Übrigen jedes Pflegeprodukt. Manche After-Sun-Produkte enthalten Zusätze von Lavendel, grünem Tee, Menthol oder auch Alkohol, sie vermitteln beim Auftragen ein kurzes Gefühl von Frische und kühlen.
Darüber hinaus setzen viele Hersteller weitere Zusatzstoffe ein. Panthenol, Bisabolol oder Glycerin sollen Feuchtigkeit zuführen, machen in den Rezepturen also durchaus Sinn. Aloe vera oder Hamamelisdestillat haben eine leicht entzündungshemmende Wirkung. In vielen Zubereitungen ist zudem Vitamin E gegen Hautalterung enthalten.
Die Hälfte der von Öko-Test untersuchten Marken ist frei von Schadstoffen. Einige enthalten jedoch Duftstoffe, die Allergien auslösen können oder sich im Fettgewebe einlagern können sowie weitere problematische Inhaltsstoffe.
Auch Hausmittel wie Quark oder Joghurt können bei gereizter Haut beruhigend wirken. Aber immer gilt: Bis die Rötung abgeklungen ist, ist Sonnenbaden tabu.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 07/2010
nach oben Zuletzt aktualisiert am 14.12.2011