
Die Vielzahl der vorhandenen Zeichen machte es für Verbraucherinnen und Verbraucher bisher schwer, den Markt ökologischer Lebensmittel zu durchschauen.
Eine grün umrandete Wabe mit der Aufschrift "Bio nach EG-Öko-Verordnung"- so präsentiert sich das neue Bio-Siegel des Verbraucherschutzministeriums. Lebensmittel, die dieses Zeichen tragen, erfüllen die Norm der Europäischen Union.
Das Problem:
Die meisten vorhandenen Siegel, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel, sind dem Verbraucher nicht bekannt. Rechtlich nicht definierte Begriffe wie "naturnah", "unbehandelt", "natürlich", "alternativ" oder Markennamen, die eine heile Natur suggerieren, verwirren zusätzlich.
Das neue Bio-Siegel hingegen schafft Einheitlichkeit, Klarheit und Orientierung, denn wo das Bio-Siegel drauf ist, ist auch garantiert "Bio" drin.
Der Umwelttipp:
Die oberste Zielsetzung der Bio-Landwirte ist es, gesunde, hochwertige und schmackhafte Produkte umweltschonend zu erzeugen. Deshalb werden bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln folgende Punkte besonders berücksichtigt:
· Verzicht auf mineralische Stickstoffdüngemittel
· Schutz von Boden, Wasser und Luft
· Artgerechte Tierhaltung
· Erhalt der Artenvielfalt
· Verminderung des Energieverbrauches
· Schonung der Rohstoffreserven
· Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Nährstoffzyklen
· Verzicht auf Gentechnik
Bio-Bauern wirtschaften in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf, der die natürlichen Lebensprozesse fördert. Futtermittel werden überwiegend selbst erzeugt, Tiere haben Auslauf und der Pflanzenschutz konzentriert sich auf vorbeugende Maßnahmen. Eine solche Wirtschaftsweise bedeutet aber auch erhöhten Arbeitsaufwand, niedrigere Erträge auf dem Acker und geringere "Leistungen" in der Tierhaltung.
In vielen Supermärkten sind Bioprodukte mittlerweile nicht mehr in einer Bio-Nische zu finden, sondern zwischen dem üblichen Sortiment, sodass die Verbraucher leicht vergleichen können. Probieren Sie doch mal!
nach oben Zuletzt aktualisiert am 24.05.2007