Frischer Schweiß riecht nicht. Erst wenn er von Bakterien zersetzt wird, entsteht der charakteristische und meist als unangenehm empfundene Körpergeruch. Die chemische Industrie entwickelt dagegen schon vor rund 100 Jahren Deodorants und Antitranspirantien. Doch mit vielen Produkten gelangen auch Schadstoffe in den Körper.
Es gibt zwei Typen von Deos: Die Antitranspirants enthalten Aluminiumsalze, die die Ausgänge der Schweißdrüsen verengen und damit den Schweißfluss hemmen. Den Bakterien auf der Haut wird außerdem ein Teil ihrer Nährstoffe entzogen, sie können sich nicht so stark vermehren. Klassische Deodorants hingegen überdecken mit Parfüm den Geruch. Heute sind viele Deos Mischprodukte, zu den Aluminiumsalzen kommt eine mehr oder weniger intensive Duftmischung.
Die üblichen Aluminiumsalze sorgen für ganz typische weiße Ränder, die gerade auf dunkler Kleidung gut sichtbar sind. Deos, die auf Kleidungsstücken keine unschönen Ränder hinterlassen, sind relativ neu auf dem Markt. Einige Hersteller reduzieren mittlerweile die Menge an Aluminiumsalzen. Damit trotzdem das Schwitzen gestoppt wird, geben sie zum Beispiel simples Meersalz zu.
Acht getestete Deos erhielten von Öko-Test (2006) mit "ungenügend" die schlechteste Note. Nur fünf untersuchte Produkte schlossen mit "sehr gut" ab. Zu den Abwertungen führten unter anderem Formaldehyd/-abspalter, die in drei Produkten enthalten sind. Sie werden in der Regel als Konservierungsmittel eingesetzt. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff. 25 von 32 Proben enthielten Aluminiumsalze, die effektiv gegen Schweiß wirken aber empfindliche Haut reizen können. Mit Duftstoffen, die Allergien auslösen können, sind die Hersteller vorsichtiger geworden. Doch auch hier sind noch problematische Zusätze zu finden.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 07/2008 Aktuellerer Test
nach oben Zuletzt aktualisiert am 20.12.2011