Nicht Babyschühchen oder Stofftiere sondern Duftbäume hängen an vielen Rückspiegeln. Neben Bäumen gibt es auch andere Formen wie Fußballtrikots, Blätter oder Äpfel. Zu den beliebtesten Duftnoten im Auto gehören Vanille, Sportfrische oder Grüner Apfel. Der Wunsch nach einem Neuwagen zeigt sich in der Duftrichtung "New Car", immerhin Platz drei auf der "Wunder-Baum-Hitparade 2004". Viele Autofahrer spielen dabei mit ihrer Gesundheit.
Die Anhänger bestehen in der Regel aus Pappe oder einer Mischung aus Kunststoff und Pappe, die mit einer Duftlösung getränkt ist. Die meisten Bäume geben fünf bis zwanzig Mal mehr flüchtige organische Verbindungen (VOC) an die Innenraumluft ab, als es die Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes (UBA) im Idealfall für Innenräume empfiehlt. Die Kommission rät, Werte von 200 bis 300 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m³) nicht zu überschreiten. Besonders empfindliche Personen wie Kinder oder Asthmatiker sollten geschützt werden.
Stark erhöhte Mengen über 3000 µg/m³, die bei etlichen Duftbäumen von den Testern der Zeitschrift Öko-Test gemessen wurden, können zu Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen oder Reizungen der Schleimhäute führen. Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes sind aber auch VOC-Konzentrationen über 1000 bis 3000 µg/m³ auf Dauer riskant. Auch Allergien auslösende Duftstoffe wurden von Öko-Test gefunden, ebenso wie bedenkliche Weichmacher.
Die Hälfte der getesteten Produkte wurde mit mangelhaft oder gar ungenügend bewertet. Aber auch die andere Hälfte mit etwas besseren Noten trägt nicht zum Wohlbefinden bei. Kein Produkt schnitt mit gut oder sehr gut ab. Gut zu lüften bleibt die beste Alternative für frische Luft. Generell rät das UBA von der Verwendung so genannter "Raumluftverbesserer" ab.
Weitere Informationen:
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 11/2005
nach oben Zuletzt aktualisiert am 12.06.2007