In allererster Linie bestehen Duschgele aus Wasser. Damit sie nicht schnell verderben, müssen sie konserviert werden. Bedenkliche oder umstrittene Verbindungen sind laut Ökotest erfreulicherweise kaum noch ein Problem. Was ein Duschgel zum Reinigungsmittel macht, sind die waschaktiven Substanzen, die sogenannten Tenside. Bei konventionellen Produkten kommen als Tenside meist die sogenannten PEG/PEG-Derivate zum Einsatz. Dieses PEG (Polyethylenglykol) und seine chemischen Verwandten machen leider die Haut durchlässiger für Fremdstoffe. Und sie haben den Nachteil, dass bei ihrer Produktion eine Verunreinigung mit der krebsverdächtigen Substanz 1,4-Dioxan entsteht.
Ganz vermeiden kann man die Entstehung des Schadstoffs nicht, beteuern die Hersteller auch heute noch. Es sei denn, man würde auf die waschaktiven Substanzen auf der Basis von PEG/PEG-Derivaten verzichten, wie es die Naturkosmetikindustrie macht. Die setzt ganz andere Tenside ein, in der Regel sogenannte Zucker-/Kokostenside, die aus nachwachsenden Rohstoffen produziert werden und teurer sind.
Ökotest schickte 31 erfrischende Duschgele in die Labore, um sie auf Dioxan und andere bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe prüfen zu lassen. Die sechs Spitzenreiter sind allesamt als Naturkosmetik zertifiziert. Die meisten konventionellen Duschgele schneiden aber noch mit "gut" ab. Nur in fünf Marken kritisierten die Tester mehrere Mängel.
Ein großes Testfeld waren auch die Duftstoffe, auf die wieder einmal kein einziger Hersteller verzichtet. Denn von sensiblen Menschen abgesehen, stehen die Verbraucher auf einen guten Duft. Zwei Duschgele enthalten polyzyklische Moschus-Verbindungen beziehungsweise Cashmeran, die sich im Fettgewebe anreichern und Leberschäden verursachen können. Bei zwei Marken kritisierte Ökotest den Duftstoff Lyral, weil er Allergien auslösen kann.
Externer Link, wird in neuem Fenster geöffnetÖko-Test, Heft 06/2010
nach oben Zuletzt aktualisiert am 20.12.2011